Polizei verbietet Besuch der Michaelis-Kirmes

Donnerstag, den 20. September 2012 um 10:38 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Gewaltbereite Schläger haben auf der Kirmes in Brilon nichts zu suchen. Daher hat die Polizei sechs in der Vergangenheit auffälligen Jugendlichen präventiv ein Kirmesverbot ausgesprochen. Gewaltbereite Schläger haben auf der Kirmes in Brilon nichts zu suchen. Daher hat die Polizei sechs in der Vergangenheit auffälligen Jugendlichen präventiv ein Kirmesverbot ausgesprochen. Foto: pfa/Archiv

BRILON. Für die Briloner Michaelis-Kirmes am kommenden Wochenende zwischen Freitag und Montag hat die Polizei sechs Personen aus dem Raum Brilon ein Betretungs- und Aufenthaltsverbot ausgesprochen.

Das Verbot gilt für den gesamten Veranstaltungsraum der Kirmes, einschließlich der unmittelbar angrenzenden Nebenstraßen sowie für alle Gaststätten und Festzelte. Der Verbotszeitraum beginnt mit der täglichen Öffnungszeit der Kirmes und endet jeweils am nächsten Tag um 6 Uhr.

Bei den betroffenen Personen handelt es sich um Schüler im Alter von 14 bis 17 Jahren. Sie waren an gewaltsamen Vorfällen während des Briloner Schützenfestes auf dem Festgelände und auf dem Marktplatz beteiligt und sind bereits durch entsprechende Aggressions- und Gewaltdelikte wie Körperverletzungen polizeilich in Erscheinung getreten.

Aufgrund der festgestellten Gewaltbereitschaft bei den bisher angezeigten Straftaten sieht die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis es als dringend notwendig an, mit diesem gesetzlich gestützten Verbot ein "deutliches Zeichen" zu setzen, wie es Polizeisprecher Ludger Rath am Donnerstag formulierte. Gewalt und Randale würden nicht geduldet. Dieses Signal richte sich aber auch an alle anderen Besucher der Michaelis-Kirmes, um so friedliche und für alle vergnügliche Kirmestage sicherzustellen.

Die Briloner Polizei ist an den Kirmestagen mit zusätzlichem Personal im Einsatz und wird diese Kirmes-Verbote überwachen. Die Verbote können bei Nichtbeachtung letztendlich zwangsweise mit einem Aufenthalt im Gewahrsam der Polizei durchgesetzt werden.

Zuletzt geändert am Mittwoch, den 21. November 2012 um 23:31 Uhr