E-Bikes bei Fahrraddieben weiterhin hoch im Kurs

Donnerstag, den 23. Mai 2019 um 07:20 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Teure E-Bikes stehen bei Fahrraddieben derzeit hoch im Kurs. Diese Räder, mit einem Kaufpreis zwischen 3000 und 8000 Euro sollten gut gesichert werden. Teure E-Bikes stehen bei Fahrraddieben derzeit hoch im Kurs. Diese Räder, mit einem Kaufpreis zwischen 3000 und 8000 Euro sollten gut gesichert werden. Foto: 112-magazin

KASSEL. E-Bikes stehen bei Fahrraddieben leider auch weiterhin hoch im Kurs. Ein Umstand, der dies sicherlich begünstigt, ist, dass die mit unterstützendem Elektroantrieb ausgestatteten Fahrräder sich auch in der Bevölkerung zunehmender Beliebtheit erfreuen. Mitunter stellen die Beamten der Operativen Einheit der Kasseler Polizei, die für die Ermittlungen zu Fahrraddiebstählen in Stadt und Landkreis Kassel zuständig sind fest, dass die meist teuren Räder aber besser hätten gesichert werden können.

Da der Kasseler Polizei in den letzten Tagen fünf Diebstähle von E-Bikes, verkehrsrechtlich auch als "Pedelecs" bezeichnet, angezeigt wurden, möchten die Ermittler den Zweiradbesitzern einige Tipps mit an die Hand geben. Zudem suchen sie zu den einzelnen Diebstählen nach Zeugen.

Letztes Jahr waren von 1140 gestohlenen Fahrrädern 101 E-Bikes

Nicht nur die Zahl der Fahrraddiebstähle in Stadt und Landkreis Kassel stieg im letzten Jahr (2018) an, auch der Anteil der gestohlenen E-Bikes hat sich erhöht. Im Jahr 2017 wurden der Polizei in Stadt und Landkreis Kassel insgesamt 729 Fahrraddiebstähle angezeigt. Dabei handelte es sich in 48 Fällen, also bei rund 6,5 Prozent der Räder um E-Bikes. Im vergangenen Jahr verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik für Stadt und Land nun 1140 Fahrraddiebstähle, darunter 101 E-Bikes. Diese machten in 2018 demnach einen Anteil von 8,8 Prozent der gesamten Diebstähle aus.

Fünf E-Bikes in Kassel im Gesamtwert von über 12.000 Eurogestohlen

Seit Montagmorgen sind der Polizei fünf Diebstähle von E-Bikes in Kassel angezeigt worden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf über 12.000 Euro. Am Montagmorgen meldete sich ein Diebstahlsopfer aus Bettenhausen. Unbekannte hatten über Nacht in der Straße "Unter dem Steinbruch" aus dessen Garage ein grau-silbernes Pedelec von Fischer, Modell "EDT 1401" gestohlen.

Am Montagnachmittag stahlen Unbekannte zwischen 15.30 und 17 Uhr im Stadtteil Wesertor in derYsenburgstraße ein weiteres Pedelec. Das Fahrrad des Herstellers Haibike, Modell "SDURO 5.0" war mit einem Faltschloss an einenPfosten vor der Emil-Junghenn-Turnhalle angeschlossen gewesen. Kurz darauf kam es im selben Stadtteil zu einem weiteren solchen Diebstahl. Vor einem Restaurant in der Weserstraße, neben dem Finanzamt, klauten Diebe ein an einen Fahrradständer angeschlossenes Pedelec von Diamant. Auch am Dienstag erbeuteten unbekannte Täter in Kassel zwei E-Bikes. In der Herkulesstraße im Vorderen Westen war in der Zeit zwischen 17.40 und 21 Uhr in den Keller eines Mehrfamilienhauses eingebrochen worden. Aus einem verschlossenen Kellerverschlag erbeuteten die Diebe ein weiß-neongrünes Pedelec von Bergamont, Modell "E-Horizon 7.0 Lady". Zudem stahlen Unbekannte am Dienstag ein fünftes Rad vor dem Krankenhaus in der Herkulesstraße in der Zeit zwischen 8 und 19 Uhr. Das schwarze Pedelec von Giant,"Explore E+ 2GTS", war mit einem Faltschloss gesichert.

Zeugen gesucht

Die Ermittler der Operativen Einheit bitten Zeugen, die Beobachtungen im Zusammenhang mit einem der Diebstähle gemacht haben und Hinweise auf die Täter geben können, sich unter der Telefonnummer 0561/ 9100 bei der Kasseler Polizei zu melden.

Tipps zum Schutz vor Diebstahl

Gerade mit Blick auf die hohen Werte von E-Bikes können deren Besitzer einige Dinge beachten, um es den Dieben möglichst schwer zumachen und das Risiko, Opfer zu werden, so gering wie möglich zuhalten. Die Polizei empfiehlt folgendes: "Billigschlösser" sind häufig nutzlos. Vor allem Abschreckung schützt vor Fahrradklau. Dafür eignen sich insbesondere stabile Bügelschlösser und Panzerkabel. Für ein passendes Schloss sollten rund zehn Prozent des Fahrradpreises eingerechnet werden. Je teurer und leichter ein Rad ist, umso schwerer und teurer sollte auch ein adäquates Schloss sein. Entscheiden Sie sich bei Ketten, Bügeln und Schlössern in jedem Fall für "geprüfte Qualität" und für hochwertiges Material wie durchgehärteten Spezialstahl und massive Schließsysteme. Viele Hersteller bieten ihre Produkte farblich gekennzeichnet nach Sicherungsklassen an.  (ots/r)

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Zuletzt geändert am Donnerstag, den 23. Mai 2019 um 07:54 Uhr
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