Brand in Garage - Feuerwehr verhindert eine Tragödie

Samstag, den 27. April 2019 um 18:37 Uhr Verfasst von  Matthias Böhl
Die Feuerwehr verhinderte mit ihrem schnellen Eingreifen ein Abbrennen eines Wohnhauses. Die Feuerwehr verhinderte mit ihrem schnellen Eingreifen ein Abbrennen eines Wohnhauses. Fotos: Matthias Böhl, 112-Magazin

BAD BERLEBURG. Nur dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass ein Brand in einer Garage im Franz-von-Winckel-Weg in Bad Berleburg am Samstagnachmittag noch relativ glimpflich ausging.

Dicke Rauchschwaden quollen aus der Garage eines angrenzenden Wohnhauses, es gab kleinere Explosionen im Inneren der Garage, Plastikteile flogen vor die Tür. Binnen weniger Minuten schlugen Flammen aus dem Garagentor und griffen den unmittelbar angrenzenden Dachstuhl an.

Wenige Minuten zuvor hatten die Kräfte der Feuerwehr, der DRK Rettungsdienst und die Polizei ihren Einsatzbefehl erhalten. „Brennt Motorrad in Garage“, stand auf den Funkmeldeempfängern. Nach sehr kurzer Zeit trafen die ersten Feuerwehrkräfte des Löschzuges 1 aus Bad Berleburg ein und begannen sofort mit ihrem Löschangriff. Im wahrsten Sinne des Wortes in letzter Sekunde. Denn bis dahin hatten die Flammen durch das offene Garagentor schon einen Weg ans Dach gefunden – wie der Zug in einem Kamin hat das gewirkt. Nur Sekunden später verwandelte sich die große Flamme erst in grauen, dann in weißen Rauch. Die Kameraden des Angriffstrupps, die sich schon während der kurzen Anfahrt mit schwerem Atemschutz ausrüsteten, hatten es geschafft, das Heim der Familie zu retten. Ihre Kollegen hatten zuvor in Windeseile eine Wasserversorgung nicht nur vom mit Wassertank ausgerüsteten Hilfeleistungslöschfahrzeug, sondern auch dem öffentlichen Hydrantennetz aufgebaut.

Noch während die beiden Männer des Angriffstrupps letzte Glutnester ablöschten, war die Drehleiter in Bereitschaft und die Wärmebildkamera bereits im Einsatz. Es sollte im angrenzenden Dachstuhl nach weiteren Glutnestern gesucht werden. Die gab es glücklicherweise nicht. Erst vom Boden aus und dann vom Korb der Drehleiter aus wurde das akribisch kontrolliert. Dachpfannen wurden dafür vorsichtig gelöst, sodass man direkt die Temperatur am Holz kontrollieren konnte und nicht durch die Pfannen eine Art Dämmung hatte. Gut, wenn dafür ein Feuerwehrmann im Korb steht, der ausgelernter Dachdecker ist.

Einige Meter weiter unten hatten die Feuerwehrkameraden inzwischen die verbrannten Gegenstände aus der Garage geholt und ins Freie gebracht. Zwei hochwertige Motorräder, einen Kinderwagen, ein Fahrrad – persönliche Gegenstände der Bewohner. Die ebenfalls alarmierten Kameraden aus Berghausen und Schüllar-Wemlighausen brauchten nicht mehr einzugreifen. Ebenso wenig der DRK-Rettungsdienst und auch nicht der zusätzlich alarmierte ehrenamtliche Rettungswagen, der noch auf der Anfahrt war.

Glücklicherweise wurde niemand bei dem Feuer verletzt. Mutter und Kind waren zum Zeitpunkt des Brandausbruchs gar nicht daheim. Beim Ölwechsel an einem der Motorräder war es zu dem Brand gekommen. Die Polizei wird den Schaden später mit rund 45.000 Euro beziffern. Nach etwa einer Stunde ist der Einsatz für die Feuerwehrkräfte zumindest vor Ort beendet. Danach müssen die Fahrzeuge und Schläuche wieder hergerichtet werden. Damit die ehrenamtlichen Helfer auch beim nächsten Alarm wieder das Heim einer Familie retten können.

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