Scheune abgebrannt, Feuerwehr rettet 100 Schweine

Samstag, den 07. November 2015 um 17:00 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Einsatz unter Atemschutz: Insgesamt waren rund 90 Feuerwehrleute an den Löscharbeiten beteiligt. Einsatz unter Atemschutz: Insgesamt waren rund 90 Feuerwehrleute an den Löscharbeiten beteiligt. Foto: Frank Steker

MEERHOF. Ein landwirtschaftliches Gebäude ist in der Nacht zu Samstag in Meerhof fast vollständig niedergebrannt. Die Feuerwehr sorgte dafür, dass etwa 100 Schweine das Feuer überlebten.

Nachbarn bemerkten den Brand in einer Scheune gegen 23.40 Uhr. Die Feuerwehren aus Meerhof, Essentho, Oesdorf und Marsberg sowie später auch aus Obermarsberg eilten zur Brandstelle. Beim Eintreffen der ersten Brandschützer stand ein Teil der Scheune schon hell in Flammen, teilte der Marsberger Feuerwehrsprecher Frank Steker mit.

In dem brennenden Teil befanden sich ein Radlader, mehrere Strohballen und eine größere Menge Holzhackschnitzel. Der andere Teil wurde als Schweinestall für etwa 100 Tiere genutzt. Weil es zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr möglich war, die Tiere ins Freie zu bringen, schlugen Feuerwehrleute die Fenster ein und belüfteten den Stall mit einem Hochdrucklüfter.

Beim Versuch, den Radlader aus der brennenden Scheune zu fahren, zog sich der Eigentümer leichte Verletzungen zu. Die Besatzung eines Rettungswagens behandelte den Landwirt ambulant.

Zwischenzeitlich hatten die rund 90 Einsatzkräfte laut Steker zehn Strahlrohre gleichzeitig vorgenommen, um ein weiteres Übergreifen der Flammen zu verhindern. Probleme hatte die Feuerwehr unter der Leitung des stellvertretenden Wehrleiters Josef Straub, da das Feuer schwierig zu erreichen und zusätzlich auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installiert war.

Noch in der Nacht rückte ein Unternehmer mit einem großen Bagger an, der die Rückwand der Scheune einriss und die Strohballen und Hackschnitzel aus der Scheune holte. Draußen löschten die Brandschützer das brennende oder glimmende Material ab.

Die Löscharbeiten dauerten auch bei Tage noch an. Brandursache und Schadenshöhe waren zunächst noch unbekannt. Die Kriminalpolizei wird die Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen. Das Gebäude konnte aber bislang von den Ermittlern noch nicht betreten werden.

Zuletzt geändert am Samstag, den 07. November 2015 um 18:22 Uhr