Ausweichmanöver: Lkw kollidiert mit Haus

Sonntag, den 13. Oktober 2019 um 17:36 Uhr Verfasst von  Marvin Schreck
In Gemünden kollidierte ein Lkw im Steinweg mit einem Erker. In Gemünden kollidierte ein Lkw im Steinweg mit einem Erker. Foto: 112-magazin.de

GEMÜNDEN. Ein nicht alltäglicher Einsatz beschäftigte die Feuerwehren Gemünden, Grüsen und Sehlen am Sonntagmorgen. Der Lkw-Fahrer einer spanischen Firma war aus Richtung Wohra kommend unterwegs, bis er in einer leichten Linkskurve einem Traktor ausweichen wollte. Dabei kollidierte sein Auflieger mit dem Erker eines Mehrfamilienhauses im Steinweg.

Durch die Kollision wurde der Erker stark beschädigt. Teile der Wände sowie ein Heizungskörper wurden abgerissen. Auch der Auflieger des Lkw, der mit Salatgurken beladen war, wurde beschädigt. Gegen 9.25 Uhr rückten die Wehren unter dem Alarmkürzel "H2, LKW in Haus gefahren" zur besagten Einsatzstelle aus - ebenfalls alarmiert wurden ein Streifenwagen der Polizeistation Frankenberg und ein RTW aus der Nachbargemeinde Gilserberg.

Unter Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor André Boucsein wurde die Einsatzstelle zunächst nach Verletzen abgesucht. Glücklicherweise kam bei dem Unfall trotz der stark frequentierten Straße niemand zu Schaden und die Besatzung des RTW konnte wieder abrücken.

Um den Einsatzkräften ein gefahrloses Arbeiten zu ermöglichen, wurde daraufhin die Landesstraße 3073 innerorts komplett gesperrt. Anschließend wurden die Trümmerteile von der Straße geräumt, der Schutt wurde zum städtischen Bauhof gebracht.

Währenddessen befragten die Beamten der Polizei den 47-jährigen Lkw-Fahrer zum Unfallhergang. Das Fahrzeug war durch den Schaden am Auflieger vorerst nicht fahrtüchtig, Einsatzkräfte der Feuerwehr entfernten abstehende Teile und lose Gebäudeteile, sodass die Polizei eine Weiterfahrt dann aber genehmigte.

Ein Heizungsmonteur kümmerte sich derweil um die Heizungsanlage, da durch den abgerissenen Heizungskörper das System beschädigt wurde. Nachdem die Einsatzstelle gesäubert worden war, wurden, nach Angaben des stellvertretenden Kreisbrandinspektors, mit Hilfe des GW-L Holzsparren aus der örtlichen Schreinerei organisiert, um den Erker zu stützen. Außerdem wurde eine Plane angebracht, um das Wohnhausinnere vor Wind und Regen zu schützen.

Zur Unterstützung wurde für diese Arbeiten der Steiger des städtischen Bauhofs herangezogen. Nach Abschluss dieser Arbeiten war der Einsatz für die rund 40 Einsatzkräfte nach etwa 3 Stunden beendet. Der stellvertretende Kreisbrandinspektor sowie der Bürgermeister aus Gemünden waren vor Ort, um die Einsatzarbeiten zu verfolgen.

Der erste stellvertretende Stadtbrandinspektor Harald Stehl fungierte als Pressesprecher und versorgte uns mit den Informationen zum Einsatzgeschehen. 

- Anzeige -


Zuletzt geändert am Sonntag, den 13. Oktober 2019 um 18:17 Uhr
Zurück zum Anfang