Realistische Übung: Mehrere Ersthelfer sofort zur Stelle

Mittwoch, den 26. Oktober 2016 um 13:50 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Bei der Herbstübung in Lelbach waren nicht nur Feuerwehrleute, sondern auch mehrere Ersthelfer rasch zur Stelle. Bei der Herbstübung in Lelbach waren nicht nur Feuerwehrleute, sondern auch mehrere Ersthelfer rasch zur Stelle. Foto: Feuerwehr

LELBACH. Eine Alarmübung in Lelbach hat am Dienstagabend spontan auch mehrere Ersthelfer auf den Plan gerufen, die hervorragend reagierten. "Eine solche Zivilcourage ist leider nicht mehr selbstverständlich", zollten die Übungsbeobachter den Nachbarn und Passanten größten Respekt.

Das realistische Szenario führte dazu, dass noch vor Eintreffen der ersten Einsatzkräfte zufällig vorbeifahrende Fahrzeuge anhielten und die Insassen sofort ihre Hilfe anboten. Auch Nachbarn waren sofort zur Stelle, um Erste Hilfe zu leisten - ein vorbildliches Verhalten, das größte Anerkennung verdient.

Die Wehren aus Lelbach, Lengefeld und Rhena trafen nur wenige Minuten später an der angenommenen Einsatzstelle im Stadtweg ein. Simuliert wurde ein Brand in einem Gebäude, in dem sich im Obergeschoss ein lockerer Jugendtreff befindet. Sofort rüsteten sich mehrere Atemschutztrupps aus, um fünf vermisste Kinder aus dem ersten Stockwerk zu retten. Innerhalb von nur 15 Minuten nach der Alarmierung erfolgte bereits die Rückmeldung "alle Personen dem Rettungsdienst übergeben." Da das Treppenhaus in dem Übungsszenario nicht mehr begehbar war, mussten alle Jugendlichen über Steckleitern gerettet werden. Parallel dazu wurde die Brandbekämpfung durchgeführt und insbesondere eine sogenannte Riegelstellung zu den benachbarten Gebäuden aufgebaut - damit soll im Ernstfall ein Übergreifen des Feuers verhindert werden.

Schlagkraft bewiesen - nichts zu beanstanden
Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt sowie seine Stellvertreter Carsten Vahland und Bernd Dittrich hatten bei der anschließenden Manöverkritik somit nichts zu beanstanden. Eine solch schnelle Hilfe sei Gewähr dafür, dass schwere Verletzungen, insbesondere durch eine Rauchgasvergiftung, verhindert werden können. Mit insgesamt 35 eingesetzten Kräften haben die drei Wehren ihre Schlagkraft eindrucksvoll bewiesen. Das Korbacher Führungstrio bedankte sich für den ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit und schloss dabei ausdrücklich die Ersthelfer aus den Reihen der Passanten und der Nachbarschaft mit ein. (r/pfa) 

Zuletzt geändert am Mittwoch, den 26. Oktober 2016 um 14:29 Uhr