Gewitter: Dachstuhlbrände, Keller voll

Sonntag, den 05. Juni 2011 um 16:50 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Vielerorts waren die Feuerwehren gefragt. Vielerorts waren die Feuerwehren gefragt. Foto: pfa/Archiv

WALDECK-FRANKENBERG. Durch Blitzeinschläge sind am Abend zwei Dachstühle teils in Brand geraten. Zudem lief ein Keller voll. Im Frankenberger Stadtteil Röddenau schlug gegen 18 Uhr der Blitz in den Dachstuhl eines Wohnhauses in der Straße Am Mühlenrain ein (Fotos). Beim Eintreffen der alarmierten Feuerwehren aus Röddenau, Rodenbach und Frankenberg qualmte es dort lediglich aus dem Gebäude, der Dachstuhl stand nicht in Flammen. Vom Korb der Drehleiter aus öffneten die Feuerwehrleute die Dachhaut.

Dabei stellten sie fest, dass der Blitz zwischen zwei hölzernen Dachsparren eingeschlagen war und sich seinen Weg unter den Dachziegeln bis zum First gesucht hatte. Die Dachisolierung des Hauses aus Dämmwolle war leicht angekokelt. Gefährliche Brandnester in der Isolierung wurden von den Brandschützern allerdings nicht festgestellt. Für das Haus bestand schnell keine Gefahr mehr.

Die Hausbewohner hatten nach dem Blitzeinschlag bemerkt, dass die Elektrogeräte im Gebäude nicht mehr funktionierten. Außerdem nahmen sie Brandgeruch wahr. Sie verständigten die Feuerwehr. In mehreren Straßen fiel als Folge des Blitzeinschlags der Strom aus. Daher war auch der Bereitschaftdienst der Energiegesellschaft Frankenberg (EGF) im Einsatz. Welcher Schaden an dem betroffenen Einfamilienhaus entstanden war, stand zunächst nicht fest. Verletzt wurde niemand.

Blitzeinschlag auch in Bromskirchen
Kurz nach dem Abrücken der Einsatzkräfte in Röddenau ging bei der Leitstelle der nächste Notruf ein: In Bromskirchen war gegen 19.15 Uhr der Blitz in den Dachstuhl eines Hauses in der Grünewaldstraße eingeschlagen. Die örtlichen Wehren sowie die Kameraden aus Frankenberg mit Drehleiter und Wärmebildkamera rückten aus.

Bei der Erkundung fanden die Feuerwehrleute heraus, dass der Blitz mehrere Bahnen Dämmmaterial in Brand gesetzt hatte. Die Kameraden gingen unter Atemschutz vor, warfen die brennenden Bahnen ins Freie und löschten sie dort ab - so vermieden sie einen Wasserschaden im Haus.

Starkregen lässt Garage und Keller volllaufen
Auch der Norden des Landkreises blieb von den Folgen des starken Gewitterregens nicht verschont. So musste am Sonntagabend gegen 18 Uhr die Feuerwehr Volkmarsen zu mehreren kleinen Unwettereinsätzen im Stadtgebiet ausrücken. Über die Kugelsburgstadt hinweg ziehende Gewitter mit anschließendem Starkregen hatten zu einer überfluteten Garage im Albert-Schweitzer-Weg geführt. Im Baugebiet Rabenspiegel / Sommermorgen lief das Wasser in den Keller eines Wohnhauses. Tauchpumpen und Nasssauger waren im Einsatz. Vorübergehend konnten die Wassermassen nicht über die Kanalisation abfließen, einige Straßen im Wohngebiet waren kurzzeitig überflutet, wie die Wehr auf ihrer Internetseite berichtet.

Etwa 45 Minuten nach dem Alarm in Volkmarsen mussten auch die Kameraden aus Schmillinghausen ausrücken. Auf der Kreisstraße 5 in Richtung Herbsen lag nach starkem Regen jede Menge Erde auf der Fahrbahn. Da die Straßenmeisterei am Wochenende keine Bereitschaft mehr hat, mussten die freiwilligen Helfer in die Hände spucken - sie reinigten die Straße überwiegend mit Schüppen. Auch ein Frontlader sollte zum Einsatz kommen. Der Bauhof der Stadt Bad Arolsen stellte anschließend Warnschilder auf. Weil die Strecke kaum befahren ist, kam es nach Angaben der Arolser Polizei nicht zu nennenswerten Behinderungen.

Zuletzt geändert am Freitag, den 02. Dezember 2011 um 20:42 Uhr