Nachbar rettet Kinder aus brennendem Haus

Samstag, den 20. November 2010 um 15:38 Uhr Verfasst von  Dennis Schmidt

DODENAU. Ein beherzter Mann hat am Mittag zwei 13-jährige Jungen aus einem Haus gerettet, in dem ein Brand ausgebrochen war. Ein Schaden von mehreren zehntausend Euro entstand bei dem Wohnhausbrand, der am Samstagmittag in Dodenau ausbrach. Durch das beherzte Eingreifen eines Nachbarn wurde niemand verletzt. Er rettete zwei 13-jährige Jungen mit einer Leiter aus dem verqualmten Obergeschoss.

Gegen 13 Uhr waren die Feuerwehren aus Dodenau und Battenberg zu dem Brandeinsatz in der Loon-op-Zand-Straße alarmiert worden. Nach Angaben der Polizei hatte die Ehefrau der Eigentümer in einem Hauswirtschaftsraum den Backofen vorgeheizt, und war dann kurz in den Garten gegangen, um Büsche zu schneiden. Vermutlich durch einen technischen Defekt fing der Backofen Feuer. Kurze Zeit später stand das gesamte Zimmer mit weiteren Elektrogeräten in hellen Flammen.

Der schräg gegenüber wohnende Nachbar Bernd Bergener griff sich beherzt eine lange Leiter und rettete so den 13-jährigen Sohn der Hauseigentümer und dessen gleichaltrigen Freund aus dem Obergeschoss. Ihnen war der Weg durch das Erdgeschoss versperrt.

Die Feuerwehren aus Battenberg und Dodenau rückten mit sechs Fahrzeugen und etwa 30 Brandschützern an. Nach den Worten des Dodenauer Wehrführers Hartmut Specht waren sechs Trupps unter schwerem Atemschutz im Einsatz, um den Brand zu löschen, die Wohnung zu lüften und kokelndes Inventar nach draußen zu tragen. "Ein Problem für uns war, dass der Raum keine Fenster hat", sagte Hartmut Specht.

Während das Erdgeschoss durch Feuer, Rauch und Löschwasser vorerst unbewohnbar wurde, entstand laut Specht im Oberschoss nur Schaden durch den Rauch. Die Battenberger Feuerwehrleute waren mit ihrem Wehrführer und stellvertretenden Stadtbrandinspektor Michael Wenzel nach Dodenau gekommen.

Zur Klärung der Brandursache wurde die Kriminalpolizei eingeschaltet - routinemäßig bei Gebäudeschäden. Die geschädigte Familie kommt vorerst bei Verwandten sowie in einem Hotel unter.