Vorauslöschfahrzeug: Wehr noch schneller

Montag, den 08. August 2011 um 15:15 Uhr Verfasst von  HNA

BAD WILDUNGEN. Mit dem neuen Vorauslöschfahrzeug kann die Stützpunktfeuerwehr der Badestadt noch schneller und effektiver reagieren. "Unser neues Auto ist wegen seiner kompakte Bauart besonders geeignet für Einsätze in beengten Umgebungen, mit denen wir es beispielsweise in der Altstadt an vielen Stellen zu tun haben", erklärt Wehrführer Frank Volke.

Der Mercedes Sprinter verfügt in der Fahrzeugkabine über vier Sitzplätze für Atemschutzgeräteträger. "Während der Fahrt zum Einsatzort werden die Geräte im Auto angelegt. Das spart wertvolle Zeit", beschreibt Stadtbrandinspektor Ralf Blümer einen Vorteil des Vorauslöschfahrzeugs, welches speziell für Erstangriffe bei Bränden konzipiert worden sei. Darüber hinaus sind unter anderem eine Schaumpistole sowie das Löschmittel F 500 an Bord. "Das Löschmittel kann bei Feststoff- und Flüssigkeitsbränden eingesetzt werden", erklärt Ralf Blümer.

Er und Wehrführer Frank Volke freuen sich über das hohe Ansehen der Stützpunktfeuerwehr in der Bad Wildunger Bevölkerung. Dies werde am Beispiel einer 7000 Euro teuren Wärmebildkamera deutlich, die vom Feuerwehrverein mit Spendengeldern gekauft worden sei.

"Grundsätzlich rollt das Fahrzeug als erstes vom Hof des Stützpunktes. Das spart kostbare Zeit, wenn es im schlimmsten Fall um die Rettung von Menschenleben geht", sagt Blümer. Der Kauf des Autos sei eine Investition in die Sicherheitsinteressen der Bürger, Gäste und Patienten gewesen. Bürgermeister Volker Zimmermann erinnerte bei der symbolischen Schlüsselübergabe an einen langen politischen Entscheidungs- und Diskussionsprozess, der dem Kauf des rund 122.000 Euro teuren Fahrzeuges vorausgegangen war. "Unsere Stadt nimmt eine Sonderrolle ein, auch wegen der Kliniken." Die Neuanschaffung sei letztlich ohne Zuschüsse vom Land oder des Kreises beschlossen worden.

"Das war eine weise Entscheidung", sagte Horst Benner-Hensel, stellvertretender Kreisbrandinspektor. Die Einsatzabteilung der Stützpunktfeuerwehr genieße wegen ihrer professionellen Arbeit hohes Ansehen im Landkreis. (Quelle: HNA)