Brand im Schweinestall: 2000 Tiere in Gefahr

Mittwoch, den 19. Oktober 2011 um 16:10 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Zahlreiche Feuerwehrleute mehrerer Wolfhager Ortsteile waren im Einsatz. Zahlreiche Feuerwehrleute mehrerer Wolfhager Ortsteile waren im Einsatz. Fotos: florian-wolfhagen.de

VIESEBECK. Rund 2000 Tiere waren bei einem Brand auf einem Bauernhof in Gefahr. Durch umsichtiges Handeln des Landwirts und den schnellen Einsatz der Feuerwehren kamen die Schweine aber lebend davon.

Die Feuerwehren aus Ippinghausen, Viesebeck, Wenigenhasungen und Wolfhagen wurden am Dienstagabend um 18.42 Uhr von der Leitfunkstelle mit dem Einsatzstichwort "Brand in landwirtschaftlichem Anwesen" nach Viesebeck gerufen. Hier war auf einem Aussiedlerhof am Ortsausgang ein Hochdruckreiniger in einem Nebenraum eines Schweinestalls in Brand geraten. Das berichten die Feuerwehren der Stadt Wolfhagen auf ihrer Internetseite www.florian-wolfhagen.de.

Im angrenzenden Schweinestall befanden sich zu diesem Zeitpunkt etwa 300 Schweine. Im gesamten Gebäudekomplex hielten sich etwa 2000 Tiere auf. Der Landwirt arbeitete gerade im Stall, so dass er den Brand rasch bemerkte und die Feuerwehr alarmierte. Bereits nach kurzer Zeit hatte sich der Brandrauch im gesamten Stall ausgebreitet, so dass er alle Fenster des Stalles gewaltsam öffnete, um Abluftöffnungen zu schaffen.

Beim Eintreffen der Feuerwehr Viesebeck ging ein Trupp unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in den Stall vor. Den brennenden Hochdruckreiniger löschten die Kameraden nach kurzer Zeit. Nach Eintreffen der Kernstadtwehr brachte diese Überdruckbelüfter in Stellung, um den Brandrauch aus dem Stall zu pressen. Zudem gingen mehrere Atemschutztrupps in Bereitschaft. Zur Begutachtung der Tiere im Stall forderte die Einsatzleitung einen Amtstierarzt nach. Dieser stellte fest, dass keines der Tiere zu Schaden gekommen war.

Bei den Nachlöscharbeiten wurden in der Decke des Schweinestalls Glutnester entdeckt. Um diese Abzulöschen, musste die Feuerwehr von innen die Decke sowie von außen das Dach öffnen. Diese Arbeiten gestalteten sich aufwendig.

Der aus Wenigenhasungen ebenfalls alarmierte Schlauchwagen ging zunächst am Stauwehr in der Ortsmitte von Viesebeck in Bereitstellung und hätte bei Bedarf eine Schlauchleitung zur Wasserversorgung an die Einsatzstelle verlegt. Aufgrund des raschen Erfolgs bei der Brandbekämpfung brauchten die Wenigenhasunger Kräfte jedoch nicht einzugreifen

Nach Ende der Nachlöscharbeiten rückten die letzten Einsatzkräfte gegen 22.30 Uhr wieder ein. Angaben über die Schadenshöhe machte die Feuerwehr nicht.

Zuletzt geändert am Mittwoch, den 19. Oktober 2011 um 17:34 Uhr