Feuerwehr befreit verschütteten Rentner

Dienstag, den 29. März 2011 um 14:38 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Aus diesem Graben an seinem Haus befreite die Feuerwehr einen verschütteten Rentner. Aus diesem Graben an seinem Haus befreite die Feuerwehr einen verschütteten Rentner. Fotos: pfa

BAD AROLSEN. Ein 79-Jähriger ist am Abend bei Arbeiten an seinem Haus in einem Graben verschüttet worden. Feuerwehrleute retteten ihn.

Der 79-Jährige war nach eigenen Angaben am Dienstagabend damit beschäftigt, eine Wand an seinem Wohnhaus in der Einsteinstraße freizulegen, weil das Mauerwerk feucht geworden war. Als der Rentner gegen 18.30 Uhr bis zur Brust in der ausgehobenen Grube stand, gab der Boden nach und drückte den Mann gegen die Kellerwand. Außerdem rutschte das aufgehäufte Erdreich in die Grube, die für den Mann zur Falle wurde.

Die Ehefrau rief die Feuerwehr, die Kameraden rückten mit mehreren Fahrzeugen in die Einsteinstraße aus. Hier sicherten die Brandschützer die Unglücksstelle und begannen damit, die Erde aus der Grube zu entfernen. Dabei stützten die Feuerwehrleute die Grubenkante mit speziellen Stützen und Kanthölzern ab. Auch ein mit Pressluft gefülltes Hebekissen kam zum Einsatz. Ein solches Szenario hatten die Arolser Wehrleute zufällig am Tag zuvor bei ihrem Übungsabend einstudiert, wie Wehrführer Gordon Kalhöfer erklärte.

So saßen alle Handgriffe, und es dauerte nicht lange, bis der 79-Jährige befreit war. Rettungsassistenten des Adorfer Johanniter-Rettungswagens und der Bad Arolser Notarzt untersuchten den unverletzt gebliebenen Mann vorsorglich im RTW - schon wenig später kehrte Karl Bartosch nach Hause zurück und schloss seine Ehefrau Ilse in die Arme. Großen Dank richteten die Rentner an alle Rettungskräfte. "Wenn ich mich in dem Moment gebückt hätte, wäre ich lebendig begraben worden", sagte der Mann gegenüber 112-magazin.de.

"Muss Gott danken"
Zahlreiche Schaulustige verfolgten von der Straße aus das Geschehen. Als der 79-Jährige zum Rettungswagen getragen wurde und wenig später zu Fuß zum Grundstück zurückkehrte, waren Schaulustige und Einsatzkräfte gleichermaßen erleichtert. "Ich muss Gott danken", sagte der Rentner.

Zuletzt geändert am Dienstag, den 03. Mai 2016 um 05:39 Uhr

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