Explosion: Vier Verletzte, 500.000 Euro Schaden

Donnerstag, den 21. Oktober 2010 um 15:09 Uhr Verfasst von  Dennis Schmidt

HATZFELD. Bei einer Explosion in einer papierverarbeitenden Fabrik sind in der Nacht vier Arbeiter verletzt worden.

Bei der Explosion, die Polizeisprecher Volker König am Morgen gegenüber 112-magazin.de als heftig bezeichnete, entstand zudem ein Schaden von einer halben Million Euro. Die vier Arbeiter im Alter 36 bis 46 Jahren seien glücklicherweise nicht lebensgefährlich verletzt worden. Sie hätten überwiegend Prellungen erlitten. Zwei von ihnen wurden stationär im Krankenhaus aufgenommen, die beiden anderen konnten die Klinik wenig später bereits wieder verlassen. Zunächst hatte die Polizei von drei Verletzten gesprochen.

Zu der Detonation war es laut König gegen 2.15 Uhr während der Nachtschicht in der an der Berleburger Straße in Hatzfeld gelegenen Fabrik gekommen - vermutlich durch einen technischen Defekt. Die Explosion ereignete sich in einer Abluftverbrennungsanlage zwischen zwei Imprägnierhallen. Die Arbeiter seien durch die Druckwelle verletzt worden. Bei den Männern handelt es sich um einen 36-jährigen Burgwalder, einen 39-Jährigen aus Bromskirchen, einen 43 Jahre alten Mann aus Hatzfeld und einen Kollegen aus Bad Berleburg im Alter von 46 Jahren.

Neben den Besatzungen zweier Rettungswagen waren laut König auch zwei Notärzte im Einsatz, außerdem die Hatzfelder Feuerwehr. Zur Einsatztätigkeit der Feuerwehr konnte der Polizeisprecher zunächst keine Angaben machen. Bei Angabe der Schadenshöhe von 500.000 Euro berief sich König auf den Brandschutzbeauftragten des Unternehmens. Es seien wesentliche Gebäudeteile beschädigt oder gar zerstört worden.

Der Bereich um den Explosionsort wurde in der Nacht weiträumig abgesperrt. Beamte der Kriminalpolizei nahmen im Laufe des Tages die Ermittlungen zur Brandursache auf. Dabei ergaben sich Hinweise auf einen technischen Defekt. Hinweise, die auf eine fahrlässige Handlung oder gar auf vorsätzliches Handeln schließen lassen, haben sich laut König bislang nicht ergeben. Es wird weiter ermittelt. Ein Gutachter des Regierungspräsidiums, Dezernat Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik wurde zur Explosionsursachenermittlung herangezogen.