Frontalzusammenstoß auf der B 480 - Hubschrauber

Dienstag, den 23. Mai 2017 um 23:14 Uhr Verfasst von  Matthias Böhl
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Auf der B 480 stießen beide Autos frontal zusammen. Beide Fahrer wurden eingeklemmt. Auf der B 480 stießen beide Autos frontal zusammen. Beide Fahrer wurden eingeklemmt. Fotos: Matthias Böhl

BAD BERLEBURG. Bei einem schweren Verkehrsunfall sind am Dienstagnachmittag zwei Männer aus dem Hochsauerlandkreis eingeklemmt und schwer verletzt worden. Einer von ihnen wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Uniklinik Marburg geflogen. Die Bundesstraße Richtung Albrechtsplatz war stundenlang gesperrt. 

Der Unfall
Gegen 17.15 Uhr kam es auf der B 480 zwischen Dödesberg und dem Albrechtsplatz zu dem folgenschweren Unfall. Nach ersten Erkenntnissen war ein Opelfahrer aus dem Großraum Sundern in Richtung Bad Berleburg unterwegs, als er – warum ist noch nicht geklärt - auf der Gegenfahrbahn frontal mit dem Mercedes eines jungen Mannes aus Langewiese kollidierte. Dabei war die Wucht des Aufpralls derart heftig, dass beide Fahrzeuge nach dem Zusammenstoß weiter katapultiert wurden. Sie blieben erst einige Meter entfernt vom Aufprallpunkt stehen. Der Benz wurde in eine Böschung geschleudert, der Opel drehte sich quer zur Fahrbahn.

Die Ersthelfer
Besonderes Lob gab es vom vor Ort eingesetzten Rettungsdienst für eine Krankenschwester, die im St. Franziskus Krankenhaus Winterberg arbeitet. Die junge Frau war zufällig an der Unfallstelle vorbeigekommen und hatte nicht nur Erste Hilfe geleistet, sondern auch den Rettungsdienst bei der Notfallversorgung vor Ort tatkräftig und kompetent unterstützt. Außerdem kümmerten Ersthelfer sich um einen Hund, der sich in einem Unfallfahrzeug befand und unverletzt blieb.

Die Feuerwehr
Die Löschgruppe Girkhausen und der Löschzug aus Bad Berleburg kamen mit Tanklöschfahrzeug und Löschgruppenfahrzeug zum Einsatz. Auf beiden dieser Fahrzeuge sind Rettungsschere, Spreizer und Zylinder untergebracht, mit denen die Kameraden die beiden eingeklemmten Unfallopfer schnell und schonend aus den Unfallfahrzeugen befreien konnten. Außerdem waren die Feuerwehrleute beim Versorgen und Befreien der beiden Verletzten behilflich. Die Löschgruppe Girkhausen schlug dem anfliegenden Rettungshubschrauber zudem einen geeigneten Landeplatz vor. Außerdem stellten die Kameraden den Brandschutz an der Unfallstelle sicher.

Der Rettungsdienst
Durch die integrierte Leitstelle des Kreises Siegen-Wittgenstein wurden die Rettungswagen aus Erndtebrück und Kreuztal zur Einsatzstelle beordert, da der RTW aus Bad Berleburg bereits in einem anderen Einsatz gebunden war. Außerdem wurden der Notarzt der Bad Berleburger DRK Wache entsandt und der Rettungshubschrauber „Christoph 25“ aus Siegen alarmiert. Der Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Kreises Siegen-Wittgenstein und der Leitende Notarzt des Kreises wurden ebenfalls auf die B 480 alarmiert. Die Besatzungen von NEF, Rettungswagen und Hubschrauber versorgten beide Verletzten noch in den Unfallfahrzeugen und stabilisierten sie für die Rettung. In den Einsatzfahrzeugen wurden weitergehende Maßnahmen durchgeführt, bevor der Opelfahrer nach Siegen gefahren und der Mercedesfahrer mit dem Rettungshubschrauber nach Marburg geflogen wurde.

Die Polizei
Streifenwagen aus Bad Berleburg, Bad Laasphe und Winterberg waren im Einsatz. Neben der Unfallaufnahme vor Ort, die von der Streife aus Bad Berleburg übernommen wurde, bestanden die Aufgaben der Polizeibeamten darin, sich um an der Einsatzstelle eingetroffene Angehörige zu kümmern, Spuren zu sichern und die Straße zu sperren. Dazu wurden der Winterberger Wagen am oberen Ende der Straße eingesetzt, der Laaspher Wagen stand am unteren Ende der Bundesstraße, um den Verkehr abzuleiten. Ein Beamter der Laaspher Streife unterstütze seine Kollegen bei der Unfallaufnahme und der Spurensicherung. Um die Spuren korrekt zu erfassen, und aufgrund der Schwere des Unfalles wurde ein so genanntes Monobild angefertigt. Dabei wird die Straße in Quadrate eingeteilt, die dann in Einzelschritten vermessen und abfotografiert werden. Außerdem werden sämtliche Spuren und Trümmerteile markiert und erfasst. Anschließend können die Daten computergestützt eingelesen und verarbeitet werden. Diese Spurensicherung wird später helfen, die Schuldfrage eindeutig zu klären und Beweise gerichtsverwertbar zu dokumentieren. Dies wird den unschuldig Beteiligten im Prozess einen wichtigen Dienst erweisen.


Zuletzt geändert am Mittwoch, den 24. Mai 2017 um 06:37 Uhr