Betrug: Smartphones bezahlt, Fliesen bekommen

Dienstag, den 12. September 2017 um 14:13 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Diesen Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Die Polizei warnt vor einem Betrüger, der Smartphones zum günstigen Preis anbietet, die Geräte dann aber in einem unbemerkten Moment gegen Fliesen austauscht. Die Polizei warnt vor einem Betrüger, der Smartphones zum günstigen Preis anbietet, die Geräte dann aber in einem unbemerkten Moment gegen Fliesen austauscht. Foto: pfa/Archiv

KASSEL. Zwei junge Männer, die bei einem Straßenverkauf das große Schnäppchen wähnten, haben statt der vereinbarten Smartphones nur zwei Fliesen bekommen. Als sie den Schwindel bemerkten, war der Verkäufer mitsamt 400 Euro bereits verschwunden.

Nun suchen die Ermittler des Betrugskommissariats einen etwa 40 Jahre alten, 1,70 Meter großen und molligen Mann, der als Südländer beschrieben wird. Der Unbekannte hatte die beiden Smartphones - ein Samsung Galaxy S 8 und ein iPhone 7 für zusammen 400 Euro - einem 25-Jährigen aus Kassel auf dem Gehweg der Werner-Hilpert-Straße angeboten. Da das Angebot verlockend war, gab der junge Mann gleich auch einem 28 Jahre alten Freund Bescheid, der ebenfalls interessiert war.

Man einigte sich und der Unbekannte steckte zunächst die Handys zusammen mit den angeblichen Kaufverträgen in eine goldfarbene Tasche und dann in seine Jacke. Bei der Übergabe des Geldes holte der Mann vermeintlich sieselbe Tasche hervor, übergab sie und machte sich mit einem schwarzen Renault Clio aus dem Staub. Als die jungen Männer ihren Kauf prüften, fanden sie zwei Fliesen, die zwar in etwa das Gewicht zweier Handys hatten, aber bei weitem nicht den Wert darstellten. Der schwarze Kleinwagen war bereits rechts um die Ecke in die Kurt-Wolters-Straße abgebogen.

Der Täter hat dünne schwarze Haare mit Geheimratsecken und ein breites Gesicht mit Dreitagebart. Er trug eine blaue Jacke, eine schwarze Hose und schwarze Sneaker. Die Polizei bittet um Hinweise unter der Rufnummer 0561/9100. Zugleich warnt die Polizei warnt vor solchen Straßengeschäften. Wer nicht - wie hier geschildert - einem Betrüger auf den Leim geht, kann sich auch wegen Hehlerei strafbar machen: Nicht selten nämlich wird bei diesen Geschäften gestohlene Ware angeboten. (ots/pfa) 

Anzeige:


Zuletzt geändert am Dienstag, den 12. September 2017 um 14:37 Uhr
Zurück zum Anfang