Reizgas in Schule: Großeinsatz, 23 Betroffene in Klinik

Dienstag, den 12. September 2017 um 06:44 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Der Rettungshubschrauber flog einen zusätzlichen Notarzt ein. Der Rettungshubschrauber flog einen zusätzlichen Notarzt ein. Foto: pfa/Archiv

BAD EMSTAL. Versprühtes Reizgas an der Christine-Brückner-Schule im Bad Emstaler Ortsteil Sand hat am Montag Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst auf den Plan gerufen. Gegen 14 Uhr verständigte die Leitstelle der Kasseler Feuerwehr die Kasseler Polizei und berichtete von einem Reizgas-Vorfall an der Gesamtschule. Polizei und Feuerwehr rückten sofort zur Schule nach Sand aus.

Insgesamt 25 Schülerinnen und Schüler sowie der Hausmeister klagten über Atemwegsreizungen. Sie wurden zunächst auf dem Schulgelände ärztlich behandelt. 23 wurden anschließend vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden.

Die Ermittlungen der Polizeistation Wolfhagen richten sich derzeit gegen einen 15 Jahre alten Schüler, der im Verdacht steht, während der Pause gegen 13.30 Uhr mit Reizgas im Foyer gesprüht zu haben. Zu den Hintergründen der gefährlichen Körperverletzung liegen bislang noch keine Hinweise vor.

Von der Reizgasdose - es soll sich um eine kleine schwarze Kartusche handeln - fehlt jede Spur. Nun bitten die Ermittler der Wolfhager Polizei Personen, die einen Hinweis auf den Verbleib der Reizgasdose geben können, sich bei der Polizei in Wolfhagen unter der Telefonnummer 05692/982900 zu melden.

Bei dem Einsatz waren mehrere Beamte der Polizeistation Wolfhagen und insgesamt 18 Rettungswagen, drei Notarzteinsatzfahrzeuge, ein Rettungshubschrauber und die Feuerwehr Bad Emstal eingesetzt. (ots/pfa) 

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Zuletzt geändert am Dienstag, den 12. September 2017 um 07:43 Uhr