Tier ausgewichen: Fahrer verletzt, Totalschaden am Auto

Freitag, den 08. September 2017 um 15:04 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Diesen Artikel bewerten
(1 Stimme)
Eine defensive Fahrweise hilft, Wildunfälle zu vermeiden. Eine defensive Fahrweise hilft, Wildunfälle zu vermeiden. Foto: pfa/Archiv

ECKELSHAUSEN. Einem Tier ausgewichen und gegen die Leitplanke gekracht ist am späten Donnerstagabend ein 30-jähriger Autofahrer auf der B 453. Der Mann wurde verletzt, an seinem Wagen entstand Totalschaden.

Der 30-Jährige befuhr gegen 22.15 Uhr die Bundesstraße zwischen Wolfgruben und Eckelshausen. Kurz vor Eckelshausen lief ein Fuchs oder eine Katze auf die Straße. Der Autofahrer wich aus, der Wagen geriet ins Schleudern und prallte erst mit der Front und dann mit dem Heck in die Leitplanke. Der Kleinwagen musste abgeschleppt werden. Der 30-Jährige erlitt Stauchungen und Prellungen.

Die meisten Wildunfälle ereignen sich in der Dämmerung und Dunkelheit. Auf der Suche nach Futter oder neuen Revieren treibt es die Tiere insbesondere zum Herbst und Winter immer wieder auch auf und über die Straße. Mit Wildunfällen muss man immer und überall rechnen - vor allem im Wald, am Feldrand und insbesondere dort, wo bereits entsprechende Schilder auf einen verstärkten Wildwechsel hinweisen.

"Entscheidend für die Vermeidung von Wildunfällen sind ein defensives, bremsbereites Fahren, die besondere Aufmerksamkeit und natürlich das Tempo", sagte am Freitag Polizeisprecher Martin Ahlich. Mit steigender Geschwindigkeit verlängert sich der Anhalteweg erheblich. Tempo 80 kann beispielsweise zu schnell sein, wenn 40 Meter vor einem ein Tier auftaucht. Der Aufprall folgt nach nicht mal zwei Sekunden mit einer Geschwindigkeit von noch immer 60 km/h. Wäre der Wagen vorher nur 60 km/h schnell gewesen, hätte der Fahrer die Kollision vermeiden und noch rechtzeitig anhalten können. (ots/pfa) 

Anzeige:



Zuletzt geändert am Freitag, den 08. September 2017 um 15:18 Uhr