Erdnagel eines Zirkuszeltes steckte in der Gasleitung

Samstag, den 28. Juli 2018 um 21:47 Uhr Verfasst von  Matthias Böhl
Der Gefahrenbereich wurde weiträumig abgesperrt. Einige Erdnägel stecken immer noch im Boden. Ein solcher steckte auch in der Gasleitung. Der Gefahrenbereich wurde weiträumig abgesperrt. Einige Erdnägel stecken immer noch im Boden. Ein solcher steckte auch in der Gasleitung. Fotos: Matthias Böhl, 112-Magazin

BAD BERLEBURG. Gasalarm am Samstagnachmittag in Bad Berleburg. Schnell wurden Erinnerungen an den Gaseinsatz im Homrighäuser Weg vom November wach. Doch ganz so schlimm war es diesmal zum Glück nicht. Der Einsatz des Löschzuges 1 der Bad Berleburger Feuerwehr und der ABC Komponente des Löschzuges Aue-Wingeshausen reichte diesmal aus.

Oberhalb der Realschule am Stöppel war es zu dem Zwischenfall gekommen. Dort, so teilte die Polizei vor Ort mit, habe im Rahmen der Kinderferienspiele in den letzten Tagen ein Zirkus gastiert. Am Samstag wurden die Zelte dort abgebrochen – und beim Herausziehen eines 1,10 Meter langen Erdnagels bemerkten die Zeltbauer, dass etwas nicht stimmte. Der Nagel war bereits beim Aufbau in eine Niederdruckgasleitung geschlagen worden – zunächst unbemerkt. Beim Herausziehen bemerkten die Verantwortlichen am Samstag dann Gasgeruch und taten das einzig Richtige: Sie verließen den Gefahrenbereich und alarmierten die Feuerwehr. Einen Plan über ein Leitungsnetz habe es zwar gegeben, gaben die Zeltbauer an, die betroffene Leitung sei darin aber nicht ersichtlich gewesen.

Nach kurzer Zeit kamen die Feuerwehrkameraden aus Bad Berleburg an der Einsatzstelle an und sicherten den Gefahrenbereich weiträumig ab. Niemand kam mehr rein, Spaziergänger mussten umkehren. Unter schwerem Atemschutz standen die Einsatzkräfte in Bereitschaft, bauten trotz der Hitze in Windeseile eine Löschwasserversorgung auf. Neben den Spezialisten des Löschzuges Aue-Wingeshausen, die ihre Berleburger Kameraden mit spezielle geschultem Personal und entsprechender Ausrüstung unterstützten, kamen auch Mitarbeiter der RWE zum Einsatz. Mit speziellen Messgeräten stellten die Helfer die genaue Gaskonzentration fest.

Weiter, so hieß es vor Ort, sei die Überlegung, einen Teil der Leitung abzuschiebern, sodass das Schulzentrum, was aufgrund der Ferien ohnehin geschlossen ist, kurzfristig von der Gasversorgung getrennt ist. Im weiteren Verlauf sollte eine Baufirma die Schadensstelle aufgraben, damit der Defekt an der Leitung schnellstmöglich repariert werden kann.

Über die Höhe des entstandenen Sachschadens gibt es derzeit keine Angaben.