Netzteil schmort: Schwelbrand im Zug

Montag, den 16. Juli 2018 um 04:36 Uhr Verfasst von  Matthias Böhl
Unter schwerem Atemschutz gingen die Feuerwerhrleute in den Zug vor. Der Brand war schnell unter Kontrolle. Unter schwerem Atemschutz gingen die Feuerwerhrleute in den Zug vor. Der Brand war schnell unter Kontrolle. Foto: Matthias Böhl, 112-Magazin

ERNDTEBRÜCK. Schnell gelöscht war in der Nacht zum Montag ein Schwelbrand in einem Triebwagen am Bahnhof Erndtebrück.

Ein Spaziergänger mit Hund hatte um kurz vor drei einen brennenden Zug im Bahnhof gemeldet. Als die Feuerwehren aus Erndtebrück und Schameder kurze Zeit später mit rund 25 Kameraden im Bahnhof eintrafen, fanden sie einen stark verrauchten Triebwagen vor. Unter schwerem Atemschutz gingen die Brandschützer aus der Edergemeinde in den Zug vor, wo der Brand offenbar in der Nähe des Führerstandes ausgebrochen war. Schon nach kurzer Zeit war die Ursache klar: Ein Netzteil eines an Bord befindlichen Kühlschrankes hatte zu schmoren und kokeln begonnen. Direkt in unmittelbarer Nähe befand sich auch ein Aktenschrank mit Fahrtenbüchern, auf den der Brand übergegriffen hatte.

In so genannten Schuttmulden transportierten die Kameraden brennende Reste nach draußen und löschten diese auf dem Bahnsteig ab. Die Hitzeentwicklung im Zug war derart hoch, dass auch von außen bereits Schmorstellen sichtbar waren. Durch einen Bediensteten wurde der Triebwagen vom Strom genommen. Der Bahnverkehr konnte dann schnell wieder freigegeben werden, der Notfallmanager der Deutschen Bahn konnte abbestellt werden. Auch die Besatzung des DRK Rettungswagens aus Erndtebrück brauchte zum Glück nicht tätig zu werden und konnte die Einsatzstelle als Erstes wieder verlassen. Der ehrenamtliche RTW des Malteser Hilfsdienstes konnte seine Einsatzfahrt abbrechen.

Für die übrigen Kameraden war der Einsatz rund eine Stunde nach Alarm wieder beendet. Ob der Triebwagen noch fahrbereit ist und wie hoch genau der entstandene Sachschaden ist, konnte noch nicht gesagt werden. Dem aufmerksamen Spaziergänger und dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass der Zwischenfall noch relativ glimpflich endete.