Neuastenberg: Hoher Schaden bei Dachstuhlbrand (aktualisiert)

Donnerstag, den 16. März 2017 um 13:20 Uhr Verfasst von  Matthias Böhl
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Die NAchlöscharbeiten dauerten bis in den späten Abend hinein. Die NAchlöscharbeiten dauerten bis in den späten Abend hinein. Fotos: Matthias Böhl

NEUASTENBERG. Zu einem Dachstuhlbrand ist es am Mittwochmittag in der Ortsmitte von Neuastenberg gekommen. Dort war das Feuer im Bereich einer Fassade an der hinteren Seite des Hauses ausgebrochen. "Durch die Altbauweise mit viel Holz und hoher Brandlast konnte sich das Feuer gut ausbreiten und es war sehr schwer, dort heran zu kommen", erklärte Feuerwehrpressesprecher Jens Vogelsang vor Ort.

Wie schwer es war, die Dachhaut, die Wände und die Zwischendecken zu öffnen, um an die Glutnester heranzukommen, das konnte man selbst als Laie vor Ort bemerken. Unter schwerem Atemschutz standen die Wehrleute den Flammen, der enormen Hitze und den schweren Holzbalken und Mauern des Wohnhauses gegenüber. Körperliche Schwerstarbeit.

Unter anderem von zwei Drehleitern aus Winterberg und Bad Berleburg, mehreren Angriffsstellen von innen und außen und von einer Terrasse aus gingen die Wehrleute gegen den Brand vor. Außerdem schützten sie die umliegenden Wohnhäuser in der eng bebauten Lage vor dem Übergriff von Hitze und Flammen. Am betroffenen Wohnhaus selbst fanden die Flammen in den Spitzböden und Zwischendecken jedoch so viel Nahrung, dass das Haus wohl unbewohnbar ist. Der Dachstuhl hatte durchgezündet, und stundenlang mussten die Kameraden Löschwasser in das Gebäude fördern, um der Flammen Herr werden zu können. Immer wieder wurde das Dach mit der Wärmebildkamera auf weitere Glutnester hin untersucht.

Weil die Feuerwehrleute bis an ihre Leistungsgrenze über Stunden arbeiteten, wurden am Nachmittag nochmals Löschgruppen nachalarmiert. "Es geht darum, Personal auszulösen", erklärte Vogelsang. Auch Atemschutzmaterial musste ausgetauscht werden. Dazu kam aus Enste der Gerätewagen Atemschutz zur Einsatzstelle, der neue Pressluftflaschen mitbrachte.

Drei Menschen, die in dem Haus wohnten, an dem am Morgen noch Schweißarbeiten durch Dachdecker stattgefunden hatten, wurden zur Kontrolle in ein Krankenhaus gebracht. "Es gibt keine Personenschäden. Die Bewohner kommen nur zur Kontrolle ins Krankenhaus", verdeutlichte der Feuerwehrsprecher. Für Angehörige der Hausbewohner standen Notfallseelsorger des PSU-Teams HSK vor Ort bereit.

Staatsanwaltschaft beuftragt Sachverständigen
Die Polizei sperrte die Neuastenberger Straße für den Verkehr voll. Außerdem nahm sie die Ermittlungen zur Brandursache auf. Die Ergebnisse stehen noch aus. Die Staatsanwaltschaft Arnsberg hat einen Sachverständigen beauftragt. Durch das Feuer und die Löscharbeiten entstand laut Polizei ein Sachschaden in sechsstelliger Höhe.

Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch bis in die Nacht hinein. Zur Höhe des entstandenen Schadens lagen vor Ort noch keine Angaben vor. Im Einsatz waren die Wehren aus Züschen, Neuastenberg, Langewiese, Altastenberg, Niedersfeld, Elkeringhausen, Winterberg, Bad Berleburg und der Gerätewagen Atemschutz aus Enste. Außerdem waren viele Polizeikräfte und der Rettungsdienst aus Winterberg vor Ort im Einsatz.

Zu erneuten Nachlöscharbeiten wurde die Feuerwehr am Donnerstagmittag alarmiert.


Zuletzt geändert am Donnerstag, den 16. März 2017 um 13:20 Uhr