In Angelschnur verfangen - Rettungseinsatz am Diemelsee

Samstag, den 29. Juli 2017 um 08:48 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Diesen Artikel bewerten
(11 Stimmen)
Rettungsaktion am Diemelsee Rettungsaktion am Diemelsee Symbolbild: 112-magazin (Archiv)

DIEMELSEE. In einer nächtlichen Rettungsaktion haben gestern Wanderer und ein Jagdpächter eine Nilgans aus ihrer misslichen Situation im Diemelsee befreit. Gegen 21 Uhr bemerkte eine Gruppe von Wanderern eine Gans im Naturschutzgebiet am Itterbach, die, wie sich später herausstellen sollte, mit einer Angelschnur um den Hals um ihr Leben kämpfte. Die Schnur hatte sich um den Hals der Gans gezogen, während sich das andere Ende der Schnur in einem Weidenstrauch verfangen hatte.

Erste, selbständige Versuche, die Gans über das Festland zu erreichen schlugen fehl - auch deshalb, weil die Nilgans beim Näherkommen der Retter zu flüchten versuchte und die Gefahr bestand, das  sich das Tier strangulieren könnte. Die Rettung nahte, als ein Jagdpächter nach seinem Ansitz den unteren Weg am Diemelsee mit seinem Geländewagen befuhr und auf das Treiben am See aufmerksam geworden war. Nach einem kurzen Wortwechsel zwischen der Gruppe und dem Jäger, konnte die Rettungsaktion durchgeführt werden. 

Teilweise bis zu den Schultern watete der Jäger durch den Diemelsee, erreichte die Gans und befreite das Tier mit einem Messer von der tödlichen Umklammerung. Nach einer ersten Untersuchung an Land und im Lichtschein einer Taschenlampe, konnte eine Verletzung im Halsbereich der Nilgans festgestellt werden. Diese war jedoch nicht so schwerwiegend, dass ein Tierarztbesuch erforderlich gewesen wäre.

Nach Angaben des Jagdpächters hätte die Gans keine zwei Tage mit der Angelschnur um den Hals überlebt. Die Aktion wurde gegen 23 Uhr erfolgreich beendet und das Tier in die Freiheit entlassen.

Anzeige:



Zuletzt geändert am Samstag, den 29. Juli 2017 um 09:56 Uhr