Not- wird Bruchlandung: Pilot schwer verletzt

Sonntag, den 27. Juni 2010 um 16:12 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel

WILLINGEN. Bei einer missglückten Notlandung ist der 44 Jahre alte Pilot eines Segelflugzeugs schwer verletzt worden.

Der Mann aus Hagen war mit einem Segelflugzeug des Luftsportvereins Iserlohn unterwegs und verlor am Sonntagnachmittag über Willingen an Höhe. Gegen 14.30 Uhr kreiste der 44-Jährige auf der Suche nach Aufwinden knapp über dem Ritzhagen, ihm gelang es nicht mehr, den Segler wieder auf Höhe zu bringen. Daher entschloss sich der erfahrene Pilot, bergauf notzulanden.

Dabei schlug das Flugzeug allerdings sehr hart auf der Wiese auf und schliff rund 35 Meter den Hang hinauf. Dabei zog sich der Hagener laut Polizei schwerste Rückenverletzungen zu und war im engen Cockpit des Fliegers eingeklemmt.

Mitglieder der Bergwacht eilten als Erste zur Unfallstelle, sie übernahmen die Versorgung des Mannes bis zum Eintreffen von Rettungswagen und Notarzt. Die Einsatzkräfte forderten wegen der schweren Rückenverletzungen den Kasseler Rettungshubschrauber Christoph 7 an. Der Pilot ging rund 100 Meter von der Unglücksstelle auf der Ritzhagen-Wiese nieder.

Die Willinger Feuerwehr unter Einsatzleitung von Gemeindebrandinspektor Jürgen Querl setzte Hebekissen und hydraulisches Gerät ein, um den Verletzten aus dem Cockpit zu befreien. Das Team des Rettungshubschraubers flog den 44-Jährigen in eine Kasseler Klinik. Es bestehe keine Lebensgefahr, sagte einer der eingesetzten Polizeibeamten gegenüber 112-magazin.de.

Am Flugzeug entstand vermutlich Totalschaden. Das Cockpit ist völlig zerstört. Angaben über die Schadenshöhe vermochte die Polizei nicht zu machen. Wie der Segler geborgen werden sollte, stand am Nachmittag zunächst nicht fest.

Zuletzt geändert am Dienstag, den 25. Oktober 2011 um 16:14 Uhr