Unfall: Kradfahrer und Sozia tot

Dienstag, den 17. April 2007 um 20:53 Uhr Verfasst von  Carina Zahradnik

MASSENHAUSEN. Beim Zusammenstoß eines Motorrads mit einem Pkw ist der Kradfahrer getötet worden. Die Sozia starb im Klinikum.

Der 48 Jahre alte Suzuki-Fahrer aus Trendelburg (Landkreis Kassel) und seine zwei Jahre jüngere Sozia aus Dransfeld (Kreis Göttingen) waren nach Informationen der Polizei am Dienstagabend gegen 19.40 Uhr mit dem Motorrad auf der Landesstraße 3078 unterwegs vom Diemelsee in Richtung Bad Arolsen.

In der Gegenrichtung fuhr zu dieser Zeit ein 45-jähriger Mann aus der Großgemeinde Twistetal. Der Mercedesfahrer wollte an der Einmündung zur Kreisstraße 80 nach Frederinghausen/Gembeck nach links abbiegen. Vermutlich wegen tief stehender Sonne übersah der 45-Jährige das entgegenkommende Motorrad und setzte zum Abbiegen an.

Der 48 Jahre alte Motorradfahrer hatte keine Chance: Die Suzuki prallte mit voller Wucht in die Beifahrerseite des Autos. Der Mann wurde durch den Aufprall von der Maschine heruntergeworfen und geriet unter den Mercedes, der herumgeschleudert war. Für den 48-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Um das Leben der schwerst verletzten Sozia bemühten sich Rettungsassistenten aus Adorf und Bad Arolsen, der Bad Arolser Notarzt, der Leitende Notarzt Dr. Ecke Tammen sowie die Besatzung des Kasseler Rettungshubschraubers Christoph 7. Vergeblich: Die Frau wurde in eine Klinik geflogen, wo sie laut Polizei gegen Mitternacht verstarb. Der Mercedesfahrer kam mit leichten Verletzungen davon, die ambulant im Bad Arolser Krankenhaus behandelt wurden.

Um die Leiche des Motorradfahrers, die unter dem Heck des Mercedes eingeklemmt war, zu bergen, hoben Feuerwehrleute aus Bad Arolsen und Massenhausen den Wagen mit speziellen Hebekissen an. Die insgesamt rund 25 Brandschützer leuchteten bei einsetzender Dunkelheit die Unfallstelle aus, streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab und reinigten die Fahrbahn.

Die Ermittlungen der Bad Arolser Polizei zur Unfallursache dauern an. Die Beamten forderte einen Sachverständigen an, der die näheren Umstände der folgenschweren Kollision klären soll. Die Landesstraße blieb bis gegen 22.20 Uhr voll gesperrt, Feuerwehrleute leiteten den Verkehr um. Die Polizei gibt den Sachschaden mit rund 10.000 Euro an.

Zuletzt geändert am Donnerstag, den 20. Oktober 2011 um 09:27 Uhr