Betrunken, zu schnell, Anhaltezeichen missachtet

Mittwoch, den 22. Februar 2012 um 10:00 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Die Anhaltezeichen am Streifenwagen missachtete der 44-Jährige zunächst. Er war stark alkoholisiert. Die Anhaltezeichen am Streifenwagen missachtete der 44-Jährige zunächst. Er war stark alkoholisiert. Foto: pfa/Archiv

BRAUNAU. Schneller als die Polizei erlaubt und obendrein stark alkoholisiert hat sich ein 44-Jähriger aus Bad Zwesten in der Nacht zu Mittwoch von Wildungen kommend auf den Heimweg begeben. Eine Streife stoppte den Ford des Mannes, der zunächst die Anhaltezeichen missachtete.

Einer Streife der Wildunger Polizei war gegen 0.30 Uhr ein Auto aufgefallen, das mit überhöhtem Tempo von Odershausen kommend in Richtung Braunau fuhr. "Wir brauchten die gesamte Strecke bis Braunau, um den Wagen überhaupt einholen zu können", sagte einer der eingesetzten Polizeibeamten am Mittwochmorgen gegenüber 112-magazin.de. Als die Streife schließlich zu dem Ford mit HR-Kennzeichen aufgeschlossen war, dauerte es immer noch einen Moment, den Wagen zu stoppen: Der Fahrer missachtete nämlich zunächst die Anhaltezeichen des Polizeifahrzeugs - ob der Mann am Steuer sie nicht wahrnahm oder bewusst übersah, war am Morgen nicht bekannt. Schließlich fuhr der Zwestener auf der B 485 doch noch rechts ran.

Bei der Kontrolle stellten die Beamten rasch fest, dass der Fahrer "deutlich unter Alkoholeinfluss" stand - der beim Atemalkoholtest angezeigte Wert habe den für absolute Fahruntüchtigkeit weit überschritten, hieß es am Morgen. Als "absolut fahruntüchtig" gilt, wer eine Alkoholkonzentration von 1,1 Promille im Blut hat. Seinen Ford musste der 44-Jährige stehenlassen und in den Streifenwagen umsteigen - auf die Rückbank, versteht sich. Die Beamten brachten den Mann zur Wache, wo ein hinzu gerufener Arzt eine Blutprobe nahm. Den Führerschein des Zwesteners, der in Wildungen in der Gastronomie tätig ist, stellte die Polizei sicher. Gegen den flotten Promille-Piloten erging Strafanzeige.


Nicht alle Betrunkenen neigen zu schneller Fahrweise, wie ein aktueller Fall der Frankenberger Polizei beweist:
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Zuletzt geändert am Mittwoch, den 22. Februar 2012 um 12:18 Uhr