Bombendrohung: Keine Sprengsätze gefunden - 2000 Schüler evakuiert

Mittwoch, den 22. August 2018 um 12:33 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Schüler der ALS und der Beruflichen Schulen marschieren nach der Evakuierung über die Fröbelstraße zum Paul-Zimmermann Sportplatz Schüler der ALS und der Beruflichen Schulen marschieren nach der Evakuierung über die Fröbelstraße zum Paul-Zimmermann Sportplatz Foto: 112-magazin

KORBACH. An der Alten Landesschule in Korbach wurde gegen 8.20 Uhr eine Bombendrohung per E-mail für 9 Uhr angekündigt. Der genaue Absender ist derzeit noch unklar. Zur Sicherheit aller Schülerinnen und Schüler wurde die Alte Landesschule, die angrenzende Berufliche Schule, sowie die Humboldtschule um 8.24 Uhr geräumt.

Etwa 2000 Schülerinnen und Schüler wurden auf dem Paul-Zimmermann-Sportplatz in Korbach in Sicherheit gebracht. Nach Angaben der Polizei wurde niemand verletzt. Wie Polizeisprecher Jörg Dämmer auf Nachfrage mitteilte, wurden bislang keine Sprengsätze gefunden. "Anderslautende Postings in den sozialen Netzwerken entbehren jeder Grundlage", gab Jörg Dämmer bereitwillig Auskunft.

Schulamt, Schulleitung und Polizei haben sofort alle fallbezogenen Informationen überprüft und sorgfältig ausgewertet. Derzeit liegen keine aktuellen Hinweise mehr auf eine reale Gefahr vor. Aus diesem Grund konnten die Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schulen und der Humboldtschule um 10.30 Uhr wieder ihren Unterricht aufnehmen.

Die Schulleitung der Alten Landesschule hat den Schultag vor Ort beendet. Noch laufen allerdings weitere abschließende polizeiliche Maßnahmen. Bis zum Abschluss der Ermittlungen ist die Polizei weiterhin vor Ort. Es wird darauf hingewiesen, dass das Behindern des Schulunterrichtes durch die Schulleitung verfolgt wird.

In diesem Zusammenhang laufen noch abschließende polizeiliche Ermittlungsmaßnahmen in Bezug auf den Verursacher. Konsequenzen, einschließlich erforderlicher Sanktionen, bis hin zu einer strafrechtlichen Verfolgung, werden erfolgen. Es muss leider, wie immer, mit sogenannten Nachahmern gerechnet werden. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass in jedem Fall eine strafrechtliche Verfolgung mit Geld- und Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren und zusätzlichen Schadensersatz für die entstandenen Einsatzkosten drohen.(ots/r)

112-magazin.de berichtete in einer Erstmeldung von den Evakuriereungsmaßnahmen.

Link: Bombendrohung an ALS: Schulen evakuiert, Spürhund im Einsatz (22.08.2018)

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Zuletzt geändert am Freitag, den 24. August 2018 um 20:57 Uhr