Polizei reagiert auf hohe Unfallzahlen - vermehrt Geschwindigkeitskontrollen im Landkreis

Freitag, den 10. August 2018 um 09:16 Uhr Verfasst von  Klaus Rohde
Die Polizei  wird vermehrt Geschwindigkeitskontrollen im Landkreis durchführen Die Polizei wird vermehrt Geschwindigkeitskontrollen im Landkreis durchführen ots/Archiv/polizei

WALDECK-FRANKENBERG. Im Jahr 2017 ereigneten sich Hessen rund 150.000 Verkehrsunfälle, davon 3963 in Waldeck-Frankenberg. Eine der Hauptunfallursachen ist "nicht angepasste Geschwindigkeit". Ganze 9880 Verkehrsunfälle wurden in Hessen auf diese Unfallursache zurückgeführt. Im Landkreis Waldeck-Frankenberg waren es immerhin 271. Gibt es auch Unfallursachen die zu mehr Verkehrsunfällen führen, wie mangelnder Abstand oder Fehler beim Wenden oder Rückwärtsfahren, sind die schwerwiegenden Folgen bei Verkehrsunfällen mit nicht angepasster Geschwindigkeit ungleich höher. Bei den 271 Verkehrsunfällen mit dieser Unfallursache sind im Landkreis Waldeck-Frankenberg 131 Personen verletzt und drei getötet worden.

Ziel polizeilicher Arbeit ist, die Unfallzahlen zu senken und die schwerwiegenden Folgen zu verringern. Verkehrskontrollen sind dabei ein probates Mittel. Hessenweit werden deshalb im Rahmen der Kampagne "Verkehrssicher in Hessen" vermehrt Verkehrskontrollen an Unfallschwerpunkten, an Strecken, die für hohe Geschwindigkeiten bekannt sind oder aber in Bereichen von Schulen und Kindergärten durchgeführt.

Daran beteiligen sich auch alle Polizeistationen und der Regionale Verkehrsdienst in Waldeck-Frankenberg. Eine der ersten Kontrollen in dieser Kampagne hat der Regionale Verkehrsdienst Mittwochnachmittag an der Ederseerandstraße im Bereich der Taucherbucht durchgeführt. Mit der Radarpistole wurde Geschwindigkeitssünder erfasst und unmittelbar  danach angehalten. Während der dreistündigen Kontrollzeit herrschte mäßiger Verkehr.

131 Fahrzeuge passierten die Kontrollstelle in Richtung Waldeck-West - 16 davon waren zu schnell. Andre König vom Verkehrsdienst zeigte sich über das Ergebnis zufrieden. "Die Beanstandungsquote ist mit 12,2 % hoch, andererseits war kein besonders schwerer Verstoß dabei.

15 Verkehrsteilnehmer (1 Motorrad und 14 PKW) mussten an Ort und Stelle ein Verwarnungsgeld entrichten. Ein Motorradfahrer aus Weinheim in Baden Württemberg muss mit einer Bußgeldanzeige rechnen. Er war mit 73 km/h statt der erlaubten 50 km/h unterwegs. Er muss mit einem Bußgeld von 70 Euro und einem Punkt in der Flensburger Kartei rechnen". Andreas Reichart ergänzt: "In den nächsten Wochen werden wir vermehrt auch in der Nähe von Schulen und Kindergärten präsent sein". (ots/r)

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Zuletzt geändert am Freitag, den 10. August 2018 um 09:49 Uhr