Angebliche Microsoft-Mitarbeiter: Betrug im Landkreis

Donnerstag, den 14. Juni 2018 um 06:26 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Geben Sie angeblichen Microsoft-Mitarbeitern nie Ihre Daten. Geben Sie angeblichen Microsoft-Mitarbeitern nie Ihre Daten. Symbolbild: 112-magazin.de

WALDECK-FRANKENBERG. Im Landkreis sind der Polizei erneut Anrufe von angeblichen Microsoftmitarbeitern bekannt geworden. Diese Betrugsvariante ist bereits seit längerer Zeit aktuell.

Immer wieder fallen Angerufene auf diese Masche herein. Die meist englischsprachigen Täter geben vor, Mitarbeiter der Firma Microsoft zu sein. Es wird behauptet, dass das Computersystem mit Schadsoftware belastet sei oder ein Update vorgenommen werden müsse.

In den jetzt vorliegenden Fällen haben tatsächlich Angriffe im Vorfeld auf den Rechner stattgefunden. Vermutlich haben sich die Geschädigten durch unachtsames öffnen von Mail-Dateianhängen oder aber dem Besuch von infizierten Internetseiten Schadsoftware auf ihren Rechner geladen.    

Die Täter überreden die Angerufenen zur Installation einer Fernwartungssoftware, über die sie dann vollen Zugriff auf das Computersystem bekommen. Die Kosten für eine angebliche Ferndiagnose und Reparatur sind unterschiedlich betragen in den neuesten Fällen mindestens 150 Euro.

Einige der Geschädigten wurden aufgefordert STEAM-Karten zu erwerben - das sind Wertkarten, die in größeren Discountern angeboten werden. Mit diesen Wertkarten kann man auf der gleichnamigen Videospielplattform Spiele und andere digitale Inhalte erwerben.

In anderen Fällen sollten Paysavecards oder Ukash-Karten erworben werden. Auch das Erfragen von Kreditkartennummern ist möglich. Es wird darauf hingewiesen, dass weder Microsoft, noch andere Technikdienstleister Sie persönlich anrufen. Geben Sie nie ihre Daten weiter. (ots/r)

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Zuletzt geändert am Donnerstag, den 14. Juni 2018 um 06:37 Uhr