Diemelsee: Spaziergängerin macht grausamen Fund

Freitag, den 06. April 2018 um 13:19 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Ein Rind war vermutlich im Hebst von einer Klippe gestürzt und verendet Ein Rind war vermutlich im Hebst von einer Klippe gestürzt und verendet Foto: 112-magazin

ADORF/RHENEGGE. Für Aufsehen sorgte am Freitagmorgen ein Fund in der Feldgemarkung zwischen den Diemelseer Ortsteilen Adorf und Rhenegge. Eine Spaziergängerin aus Rhenegge war ihrem Hund gefolgt und erreichte eine Schlucht abseits des Diemelsteigs, etwa in Höhe der Adorfer Kläranlage, unweit der Bredelarer Straße.

Hier schlug der Frau übler Geruch entgegen, allerdings nicht aus Richtung Kläranlage, sondern aus einer Baumgruppe in einem zerklüfteten Geländeeinschnitt. Bei näherer Betrachtung wurde ein Skelett erkennbar, das sich im Zustand der Verwesung befand. Über ein Mobiltelefon wurde die Polizei Korbach vom grausigen Fund unterrichtet, sodass ein Team der Ermittlungsgruppe ihre Tätigkeit am Tatort aufnahm. Anhand von eindeutigen Merkmalen stellten die Beamten zügig fest, dass es sich um ein Rind handelt - die Suche nach den Ohrmarken blieb allerdings erfolglos.

Über den Ortslandwirt wurde der Besitzer des Areals ausfindig gemacht, der Zugab, das bereits im Herbst ein Rind von seiner Wiese verschwunden sei. Eine intensive Nachsuche war damals erfolglos geblieben. Dem Veterinäramt habe man aber den Verlust des Rindes mitgeteilt, gab der Landwirt gegenüber der Polizei an. Anzeige wegen Diebstahls wurde scheinbar nicht gestellt.

Nach Angaben der Polizei war das Rind vermutlich im Herbst von der fünf Meter hohen Felsklippe in die Schlucht gestürzt und dort verendet. Wie lange das Tier verletzt dort gelegen hat oder ob es sofort tot war, kann nicht mehr festgestellt werden. Das eingeschaltete Veterinäramt wies den Landwirt an, das Skelett zu entsorgen, sobald der Verwesungsprozess abgeschlossen ist.  (112-magazin)

Link: Fundstelle Skelett am 6. April 2018

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Zuletzt geändert am Freitag, den 06. April 2018 um 13:23 Uhr