Waldeck-Frankenberg - Betrug im Namen der Liebe

Donnerstag, den 05. April 2018 um 09:24 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Romance-Scamming auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg Romance-Scamming auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg Titelbild: Symbolbild 112-magazin

WALDECK-FRANKENBERG. Das Geschäft mit der Liebe blüht: In Online-Partnerbörsen oder auch in sozialen Netzwerken sind Betrüger auf der Suche nach potenziellen Opfern. Ist ein Kontakt erst einmal hergestellt, werden diese mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäuft - und zwar einzig und allein mit dem Ziel, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Im Fachjargon heißt die Masche "Love- oder Romance-Scamming" und ist für die Opfer mit hohem emotionalem Stress verbunden.

Alleinstehende Frau wurde Opfer

Auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg ist jüngst eine alleinstehende Frau Opfer dieser Masche geworden. Die virtuellen Partner geben vor, bei einer Geschäftsreise nach Westafrika in Geldnot geraten zu sein. Oder sie benötigen Geld für eine wichtige Operation ihres Kindes oder eines Angehörigen. Auch gestohlene Koffer und Pässe, unbezahlter Lohn oder eine unbezahlte Hotelrechnung sollen das ahnungslose Opfer dazu bringen, Geld zu überweisen. Und viele tun es auch, schließlich sind sie zu diesem Zeitpunkt schon von ihrem Internet-Partner oder ihrer Internet-Partnerin emotional abhängig.

Betrug mit falscher Identität 

Häufig geben sich die Täter als amerikanische Soldaten im Auslandseinsatz aus, welche aufgrund dessen , derzeit nicht an ihr privates Geld gelangen. Dann bitten Sie um Unterstützung via Western Union oder MoneyGram und versprechen das Geld zurück zu zahlen. Es erfolgen bei der Kontaktaufnahme/Beziehungsbildung mitunter auch Telefonate über Handys oder Skype ohne Bild in englischer Sprache, so dass eine noch persönlichere Bindung entstehen kann. Bei den Handys handelt es sich dann oftmals um Prepaidhandys, bei denen die Inhaber nicht nachvollziehbar sind.

Kein Geld zurück Garantie

Bis zum heutigen Tag ist kein Fall bekannt, wo Opfer, die mit Geld "ausgeholfen" haben, auch nur einen Cent zurück erhielten. Wenden Sie sich in solchen Fällen vertrauensvoll an die örtliche Polizei und schildern Sie den Fall, um rechtzeitig Schaden abwenden zu können. (ots/r)

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Zuletzt geändert am Donnerstag, den 05. April 2018 um 15:42 Uhr