Falsche Polizeibeamte rufen Senioren an

Sonntag, den 11. März 2018 um 10:29 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Falsche Polizeibeamte rufen Senioren an und wollen Geld abholen Falsche Polizeibeamte rufen Senioren an und wollen Geld abholen Titelbild: Symbolbild 112-magazin

BAD AROLSEN. Wie bereits im Februar berichtet wurde, kam es im Edertal zu Anrufen von falschen Polizisten. Diese Masche verfolgten in Bad Arolsen erneut Ganoven um an das Geld von Senioren zu gelangen. In der vergangenen Woche wurden mindestens 20 Fälle bekannt, die Bedienstete der Polizeistation Bad Arolsen aufnahmen und bearbeiten mussten.

Die betroffenen Bad Arolser reagierten in allen Fällen genau richtig, ließen sich nicht auf die Betrugsmasche ein und informierten die Polizei, die bereits einen Tag später mit zusätzlichem Personal Geld- und Schmuckübergaben verhindern konnten. Durch hohe Polizeipräsenz, Fahrzeug- und Personenkontrollen sowie konventionelle Überwachungsmethoden durch Sicherheitsorgane haben die Betrüger scheinbar die Lust an dem "Geschäft" im Arolser Raum verloren. Die Anrufe hörten Mitte der Woche auf, als der Druck auf die Ganoven scheinbar zu hoch wurde.

Wie gehen die Betrüger vor?

Die Täter suchen sich bevorzugt ältere Mitbürger für ihre perfiden Straftaten aus. Sie rufen ihre Opfer an und geben sich als Polizisten aus. Hierbei erscheint häufig die örtliche Vorwahl in Verbindung mit der 110 im Telefondisplay. Mit einer geschickten Gesprächsführung warnen die Täter zum Beispiel vor einem angeblich bevorstehenden Einbruch. Die Bewohner erhalten den Tipp, das gesamte Bargeld im Haus zu sammeln, um es von einem Kriminalbeamten abholen und an einen "sicheren Ort" bringen zu lassen. Selbstverständlich versprechen sie, das Geld zurückzubringen, wenn die Gefahr gebannt ist. Durch diese Vorgehensweise haben die Betrüger schon fünfstellige Summen im Hochsauerlandkreis erbeutet, im Raum Warburg und in Paderborn kam es ebenfalls zu solch betrügerischen Vorfällen.  (112-magazin)

Mit diesen Tipps der Polizei können Sie sich vor Trickbetrügern schützen: 

  •   Rufen Sie beim geringsten Zweifel die echte Polizei unter dem Notruf 110 an
  •  Informieren Sie Ihre Familie, Freunde oder gute Nachbarn
  •  Für Betrüger ist es ein geringer Aufwand die Telefonnummer als 110 erscheinen zu lassen
  •  Geben Sie am Telefon niemals Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis
  •  Übergeben Sie niemals Geld oder andere Wertgegenstände an unbekannte Personen
  •  Lassen Sie Unbekannte vor Ihrer Wohnungstür stehen
  •  Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel von Polizisten, den Dienstausweis 
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Zuletzt geändert am Sonntag, den 11. März 2018 um 11:50 Uhr