Reh verletzt und weitergefahren - Polizei setzt Waffe ein

Samstag, den 04. November 2017 um 08:29 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Wer Wild anfährt, sollte die Polizei informieren Wer Wild anfährt, sollte die Polizei informieren Symbolbild 112-magazin

BAD WILDUNGEN/HUNDSDORF. Ein Reh angefahren und sich aus dem Staub gemacht, hat ein bislang unbekannter Autofahrer am Freitag bei Hundsdorf.

Nach Polizeiangaben wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag ein Reh am Ortsausgang von Hundsdorf angefahren. Der Pkw erwischte das Tier im Beckenbereich, so dass es nicht mehr flüchten konnte und verletzt auf der Fahrbahn zum Liegen kam. Ohne sich um das leidende Tier zu kümmern, setzte der Autofahrer seinen Weg fort. Eine junge Frau erreichte den Unfallort um Mitternacht und rief über ihr Handy die Beamten der Polizeistation Bad Wildungen um Hilfe.

Eine anschließende Kontaktaufnahme der Beamten zum Jagdausübungberechtigten scheiterte daran, dass der Jagdpächter telefonisch nicht zu erreichen war. Daraufhin musste das Tier von einem Polizisten mit der Dienstwaffe erlöst werden.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Wildunfälle grundsätzlich zu melden sind. Zum einen, um die Verkehrssicherheit auf den Straßen zu gewährleisten, da verletzte Tiere ein Verkehrshindernis darstellen, zum anderen, um den Tieren unnötiges Leid zu ersparen.

Übrigens: Viele Versicherungen verlangen mittlerweile einen schriftlichen Nachweis der zuständigen Polizeibehörde nach Wildunfällen, falls dieser fehlt, können die Versicherungen die Leistungen verweigern.

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Zuletzt geändert am Samstag, den 04. November 2017 um 08:58 Uhr