Feuerwehr-Maschinisten gehen ins Gelände

Dienstag, den 21. Februar 2012 um 18:43 Uhr Verfasst von  Michael Ochs

SACHSENHAUSEN. Fortbildung an neuen technischen Geräten und die praktische Fahrausbildung im winterlichen Gelände haben im Mittelpunkt einer besonderen Maschinisten-Ausbildung bei der Feuerwehr Sachsenhausen gestanden.

Augenmerk lag bei diesem Ausbildungsdienst auf der Ausbildung an den technischen Geräten, sowie auf der Ausbildung der Fahrer, um deren Fähigkeiten im schwierigen Gelände zu erweitern und zu festigen. Der Ausbildungsdienst wurde nach Angaben von Michael Ochs in drei Phasen unterteilt. Zunächst eine theoretische Unterweisung, danach eine Stationsausbildung und zum Abschluss die praktische Fahrausbildung im Gelände.

Sonder- und Wegerechte, Alarmsignale
Den Anfang bildete eine kurze Theorieeinheit, bei der die Maschinisten über das Fahren mit Sonder- und Wegerechten, sowie den Gebrauch der Sondersignalanlage unterwiesen wurden. Zum Abschluss wurden die Teilnehmer in Gruppen unterteilt und so den einzelnen Stationen der Ausbildung zugeordnet. Die erste Station beschäftigte sich mit dem Gebrauch und der Inbetriebnahme des Greifzuges, der zum Halten und Ziehen, aber auch zum Ablassen von Lasten eingesetzt wird. Hier lernten die Teilnehmer, welche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen und wie man die einzelnen Funktionen des Gerätes benutzt.

An einer zweiten Station erfolgte die Ausbildung an Belüftungsgeräten und Stromerzeugern, die auf den Fahrzeugen der Sachsenhäuser Feuerwehr verlastet sind. Vor allem war hierbei die richtige Inbetriebnahme der Geräte mit Verbrennungsmotor wichtig. Station drei beschäftigte sich mit der Funktion der hydraulisch betriebenen Geräte. Da es gerade in diesem Bereich Neuerungen im letzten Jahr gab, wie zum Beispiel eine neue hydraulische Schere und vom Förderverein beschaffte sogenannte "Single"-Kupplungen, war die Ausbildung mit diesen Komponenten wichtig.

Allradantrieb, Differentialsperre, Schleuderketten
Nachdem die Stationsausbildung beendet war, wurden die einzelnen Fahrzeuge besetzt. Aufgrund der sehr guten Beteiligung konnte an allen Fahrzeugen Ausbildung betrieben werden. Hierbei ging es mit den Großfahrzeugen in schwierigeres Terrain. Die verschneiten Waldwege bildeten hierfür eine sehr gute Möglichkeit, aber auch eine wundervolle Kulisse, um das Fahren mit Allradantrieb und Differentialsperre, den Gebrauch der Schleuderketten und das Verhalten des Fahrzeuges auf schwierigem Untergrund zu üben. Da beide Großfahrzeuge der Sachsenhäuser geländefähig sind, wurde die Ausbildung für die Fahrer zu einer Herausforderung, die volle Aufmerksamkeit forderte.

Nach drei Stunden Ausbildung und Abwechslung erwartete ein Grillmeister die Einsatzkräfte an einer Schutzhütte. Die gut beheizte Hütte, zwei brennende Schwedenfackeln davor, sowie der Duft von frisch gegrillten Würstchen und Kaffee erfreuten alle ankommenden Fahrzeugbesatzungen. Dies war ein sehr gelungener Abschluss in einer schönen Winterlandschaft bei minus zehn Grad Celsius.


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Feuerwehr Sachsenhausen