Technischer Defekt an Bus: Wieder Mega-Dieselspur

Sonntag, den 19. Februar 2012 um 18:20 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Die Wildunger Feuerwehr setzte ihren Öltiger ein, die Wehren aus Frankenau und Frankenberg streuten die Dieselspur mit Rollwagen ab. Die Wildunger Feuerwehr setzte ihren Öltiger ein, die Wehren aus Frankenau und Frankenberg streuten die Dieselspur mit Rollwagen ab. Foto: badestadt.de/Rainer Rüsch/Archiv

BAD WILDUNGEN/FRANKENAU/FRANKENBERG. Eine rund 50 Kilometer lange Dieselspur hat sich am Sonntag durch Bad Wildungen und weiter über Hundsdorf und Löhlbach sowie weiter über Frankenau bis nach Frankenberg erstreckt. Grund war ein technischer Defekt an einem Linienbus. Er am Freitag hatte es eine 30 Kilometer lange Dieselspur gegeben, die in Helsen begann und bis kurz vor die A 44 bei Zierenberg führte.

"Uns war schnell klar, dass es sich bei dem Verursacher nur um einen Bus handeln konnte", sagte der Dienstgruppenleiter der Wildunger Polizei am Sonntagabend gegenüber 112-magazin.de. Denn der Verlauf der schmierigen Spur führte an allen Bushaltestellen weg von der Fahrbahn hinein in die Haltebuchten. Doch bis der Bus gefunden war, hatte der Fahrer am Sonntagvormittag seine Tour bis nach Frankenberg fortgesetzt.

Innerhalb Wildungens folgte eine Streife der gegen 10.30 Uhr informierten Polizei der Spur, um sich auf die Suche nach dem Bus zu machen: Der Schmierfilm begann in Reinhardshausen, führte durch die Wildunger Kernstadt bis zum Bahnhof und von dort zurück in Richtung Reinhardshausen. An der Rummelskoppe war das Fahrzeug links in Richtung Bundesstraße 253 abgebogen und fuhr über diese weiter in Richtung Hundsdorf und Löhlbach. Weiter über Frankenau ging die Fahrt des defekten Busses schließlich in Richtung Frankenberg. An der Einmündung der B 253 in die B 252 wies ein Verkehrsteilnehmer den Busfahrer auf den Treibstoffverlust hin. Der Fahrer setzte die Route noch bis zum Frankenberger Bahnhof fort, ließ den Bus dort stehen und informierte sein Unternehmen und die Polizei. Das war laut Frankenberger Polizei gegen 11.30 Uhr.

Zu dieser Zeit waren bereits mehrere Feuerwehrleute im Einsatz, um die Spur abzubinden. In Wildungen streuten die Brandschützer das Bindemittel mit dem sogenannten Öltiger auf die Straßen - ein Gerät, das an der Front eines Löschfahrzeugs angebracht ist und das Bindemittel automatisch ausbringt. Mit der städtischen Kehrmaschine wurde das vollgesogene Pulver schließlich wieder aufgenommen. Der Einsatz allein in Wildungen dauerte mehrere Stunden. In den anderen betroffenen Orten waren die jeweiligen Wehren im Einsatz, um die Gefahr zu beseitigen.

Die lange Dieselspur ist die zweite diesen Ausmaßes im Landkreis innerhalb weniger Tage: Am Freitag hatte ein Lkw-Fahrer innerhalb Helsens, Bad Arolsens und Landaus sowie auf seiner Fahrt auf der Bundesstraße 450 in Richtung Kassel Treibstoff verloren. Stundenlang streuten Feuerwehrleute und Straßenwärter die Spur ab, die auf einem Parkplatz bei Istha endete - dort war der Lkw mit Motorschaden liegen geblieben.

Zuletzt geändert am Sonntag, den 19. Februar 2012 um 21:33 Uhr