Lagerhalle brennt in Frohnhausen nieder - Wohnhaus gerettet

Mittwoch, den 28. Februar 2018 um 20:22 Uhr Verfasst von  Matthias Böhl
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Lagerhalle bereits im Vollbrand. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Lagerhalle bereits im Vollbrand. Fotos: Marvin Schreck, Patrick Krause und Matthias Böhl, 112-magazin.de

FROHNHAUSEN. Bei einem Großbrand im Battenberger Stadtteil Frohnhausen sind am Nachmittag eine Lagerhalle eines Stuckateurbetriebs und eine Gartenhütte komplett zerstört worden. Dem schnellen Eingreifen der Feuerwehren ist es zu verdanken, dass ein nahe stehendes Wohnhaus nicht auch ein Raub der Flammen wurde.

Gegen 15.50 Uhr wurde ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst alarmiert. Wie die Polizei vor Ort mitteilte, war der Besitzer der Halle am Nachmittag von einer Baustelle zurückgekehrt und habe beim Öffnen der Tür bemerkt, dass es in der Halle bereits massiv brannte. Geistesgegenwärtig verschloss der Mann die Tür sofort wieder und fuhr seinen Kleintransporter aus dem Gefahrenbereich. Außerdem alarmierte der Mann sofort die Feuerwehr. Da die Brandstelle oben am Berg, im Frohnhausener Kastanienweg lag, mussten die Feuerwehrkräfte lange Schlauchleitungen aus der Ortsmitte bis zum Brandobjekt legen. Das erste Löschwasser konnte aus den Wassertanks der Einsatzfahrzeuge aber sofort zum Einsatz kommen. Später wurde zusätzliches Löschwasser einen langen Weg den Berg hinauf gefördert.

Bereits beim ersten Eintreffen der Kameraden, die nicht nur aus der Gemeinde Battenberg, sondern auch aus dem benachbarten Marburg-Biedenkopf und der Stadt Frankenberg anrückten, brannte die Lagerhalle bereits in voller Ausdehnung, sodass es unmöglich war, die Halle selbst noch zu retten. Den Kameraden gelang es aber, ein Übergreifen der Flammen auf ein direkt angrenzendes Wohnhaus zu verhindern. Zusätzlich erschwert wurden die Löscharbeiten durch die Minusgrade und den eisigen Wind: Das Löschwasser verwandelte die Straßen rund um die Einsatzstelle in eine Eisbahn, die für die Einsatzkräfte auch gefährlich wurde. So mussten die Kameraden auch großzügig Streusalz ausbringen, um die Rutschgefahr zu bannen.

Unter schwerem Atemschutz drangen unterdessen andere Einsatzkräfte sowohl von vorne, als auch von beiden Seiten und der Rückseite gegen die Flammen vor. Außerdem wurde der Brand aus dem Korb der Frankenberger Drehleiter auch von oben bekämpft. Neben normalem Löschwasser setzte die Feuerwehr auch Netzmittel ein, um alle Glutnester erreichen zu können.

Laut Polizei lagerten in der Halle unter anderem Farben, Lacke und Hölzer. Wie hoch der entstandene Schaden ist, dazu konnten noch keine Angaben gemacht werden.

Verletzt wurde zum Glück bisher niemand bei dem Großbrand, der auch zahlreiche Schaulustige anlockte. Dennoch waren Rettungswagen und Notarzt aus Frankenberg an der Brandstelle präsent. Derzeit dauern die Nachlöscharbeiten weiter an.

Zuletzt geändert am Mittwoch, den 28. Februar 2018 um 20:40 Uhr

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