Meterhohe Flammen schlagen aus Schornstein - Brandschützer im Einsatz

Montag, den 26. Februar 2018 um 11:07 Uhr Verfasst von  Marvin Schreck
Rund 40 Brandschützer waren am 25. Februar in Ederbringhausen im Einsatz Rund 40 Brandschützer waren am 25. Februar in Ederbringhausen im Einsatz Fotos: Marvin Schreck/112-magazin

EDERBRINGHAUSEN. Eine Woche nach dem Großbrand in Bottendorf wurde die Freiwillige Feuerwehr Frankenberg zur Unterstützung der Vöhler Ortswehren nach Ederbringhausen gerufen - meterhohe Flammen waren aus einem Schornstein in den kalten Nachthimmel geschlagen.

Nach Auskunft des Vöhler Gemeindebrandinspektors Bernd Schenk wurden über die Leitstelle Waldeck-Frankenberg die Vöhler Ortswehren aus Ederbringhausen, Orke, Buchenberg und Schmittlotheim um 19.18 Uhr, mit dem Stichwort "F2, Orketalstraße - Kaminbrand" alarmiert. Daraufhin rückten die Vöhler Wehren unter der Leitung von Bernd Schenk nach Ederbringhausen aus.

Bei Eintreffen am Einsatzort, schlugen etwa zwei Meter hohe Flammen aus dem Schornstein eines Mehrfamilienhauses heraus. Umgehend wurden die Kameraden aus Frankenberg alarmiert, die mit ihrer Drehleiter den Einsatz unterstützten - wie wichtig diese Entscheidung war, sollte sich später noch herausstellen. Als erste Maßnahme wurde unter Atemschutz eine Rauchgasmessung im Gebäude vorgenommen und in den Etagen nach Branderscheinungen und Bewohnern geschaut. Idealerweise war ein Schornsteinfeger unter den Einsatzkräften, sodass dieser die Holzheizung säubern und den brennenden Ruß vor dem Haus ablöschen ließ.

Im weiteren Verlauf  kam die Drehleiter der Frankenberger Wehr zum Einsatz: Von oben wurde der Kamin gekehrt, die Schieferverschalung des Kamins  abgenommen und nach Glutnestern im Dachgebälk gesucht, hier wurden die Branschützer unter Einsatz einer Wärmebildkamera schnell fündig und kehrten das erste Glutnest aus dem Kamin heraus. Nachdem sich der Betonkranz, wahrscheinlich wegen Überhitzung, vom Kamin gelöst hatte, wurde mit einem Höhenrettungssatz ein Kamerad auf das Dach abgeseilt und ein weiteres Glutnest zwischen Fassade und Schornstein gefunden und weggekehrt.

Gegen 23.10 Uhr konnte der der Einsatz beendet werden. Die Freiwilligen rückten in ihre Standorte ein. Verletzte Personen wurden nicht gemeldet. (marsch/112-magazin)

Zuletzt geändert am Montag, den 26. Februar 2018 um 17:14 Uhr