Erfolgreiche Fortbildung in Vöhl

Samstag, den 30. September 2017 um 10:30 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
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Der praktische Teil diente zur Veranschaulichung des akkubetriebenen Rettungssatzes Der praktische Teil diente zur Veranschaulichung des akkubetriebenen Rettungssatzes Titelbild: Günter Radtke

VÖHL. Für die Führungskräfte der Feuerwehren des Landkreises Waldeck-Frankenberg wurde, am 9. September 2017, in der Henkelhalle in Vöhl eine Fortbildung zum Thema "Technische Hilfeleistung aus Sicht der Führungskraft bei einem Verkehrsunfall" durchgeführt. Seven Schulze vom Brandschutzamt Hanau wurde, wie auch die rund 70 Teilnehmer, von Bernhardt Holzapfel, dem stellvertrenden Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, herzlich begrüßt. Danach begann der Vortrag.

INHALTLICH INTERESSANTER VORTRAG

Schulze erklärte Schritt für Schritt die Vorgehensweise mit der die Führungskraft, zum Beispiel der Gruppenführer oder Zugführer, bei einem Verkehrsunfall die Mannschaft anweisen und führen sollte.

Er erklärte welche Aufgaben die Führungskraft schon bei der Anfahrt zuweisen kann und wie beim Eintreffen an der Einsatzstelle vorgegangen werden soll. Unabdingbar ist laut Schulze die Erkundung der Unfallstelle und des Umfeldes, zudem gilt es mögliche Gefahren und Informationen zu analysieren und zu berücksichtigen. Eine Absprache mit dem Rettungsdienst bezüglich der Befreiung des Verunfallten ist außerdem durchzuführen.

Entsprechend den Gegebenheiten vor Ort sollen die Mannschaft und die Einsatzmittel strukturiert eingesetzt werden. Eine ständige Kontrolle des Einsatzablaufs ist zwingend notwendig, um unter Umständen weitere Einsatzmittel anzufordern. Auch sind Abstimmungsgespräche mit den Einsatzkräften, dem Rettungsdienst und der Polizei immer wieder zu führen. Zeitgleich muss von einer entsprechend ausgebildeten Einsatzkraft eine lückenlose und detaillierte Einsatzdokumentation erstellt werden. Das wichtigste Hilfsmittel zur Kommunikation untereinander ist dabei das Funkgerät.

Die Führungskraft muss nach Beendigung der Rettungsmaßnahmen die Unfallstelle sichern lassen, wenn erforderlich Ölspuren abstreuen lassen und an die Polizei übergeben.

ERGÄNZUNG UND VERTIEFUNG

Grundsätzlich lernen die Kameraden in ihrer schrittweisen Ausbildung am Standort oder an der Hessischen Landesfeuerwehrschule die korrekte Vorgehensweise und erhalten dem entsprechend die Fachkompetenz einen Verkehrsunfall korrekt abzuarbeiten. Doch Sven Schulze vertiefte und ergänzte dieses Fachwissen durch Wiederholung und Ergänzungen im Rahmen eines sehr anschaulichen Vortrages.

ANSCHAULICHER PRAXISTEIL

Die Feuerwehr Vöhl zeigte anschließend im praktischem Teil den Einsatz eines akkubetriebenen Rettungssatzes, den die Firma Wuttig zur Verfügung stellte. Mit einem solchen kann die Feuerwehr auch an schwierig erreichbaren Stellen oder sogar in einem schwer zugänglichen Gebäude, bei dem das Einsatzfahrzeug nicht nah genug platziert werden kann, eingesetzt werden. Eine große Erleichterung, die eine noch schnellere Rettung möglich macht.

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Zuletzt geändert am Samstag, den 30. September 2017 um 15:13 Uhr