Blitzeinschläge und umgestürzte Bäume im Landkreis

Donnerstag, den 20. Juli 2017 um 09:19 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
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Blitzeinschläge in Waldeck-Frankenberg Blitzeinschläge in Waldeck-Frankenberg Foto: Daniel Griebel

WALDECK-FRANKENBERG. Unwetterartige Regenfälle und Blitzeinschläge in verschiedenen Orten des Landkreises haben die Feuerwehren am Mittwochabend in Atem gehalten. In der Ortsmitte von Viermünden mussten die Florianjünger um 18 Uhr einen umgestürzten Baum entfernen. Auch in Somplar wurde die Freiwillige Feuerwehr in Alarm vesetzt, nachdem sich eine umgestürzte Fichte auf eine Stromleitung gelegt hatte.

Etwas heftiger ging es im Battenberger Ortsteil Laisa zu, hier war der Blitz um 19.10 Uhr, in den Schornstein eines Einfamilienhauses eingeschlagen. Alarmiert durch die Leitstelle, rückten die Feuerwehren Battenberg und Laisa mit insgesamt 19 Einsatzkräften in die Straße "Auf den Stümpfen" an. Wehrführer Jörg Herzog aus Laisa überprüfte mit einer Wärmebildkamera die Einschlagstelle, konnte aber außer einer verschmorten Schornsteinverkleidung keine weiteren Schäden oder Brandherde feststellen. Nach gut einer Stunde verlegten die Einsatzkräfte zurück in die Standorte.

Ein weiterer Blitzeinschlag mit Folgen hatten die Kameraden in Ehringen zu melden: Hier war ein Blitz um 20.20 Uhr in den Dachfirst eines Hauses, in der Straße "Zum Durchgang" eingeschlagen und  traf einen Sonnenkollektor, die Giebelkante und einige Dachziegel. Dabei wurde der Dachboden offengelegt. Unter Leitung von Stadtbrandinspektor Kai Wiebusch rückten die Einsatzkräfte aus Ehringen, Volkmarsen und Lütersheim mit einer Wärmebildkamera an, um Brandherde zu lokalisieren. Hier wurde festgestellt, dass der Blitzeinschlag zur Überspannung der hauseigenen Stromversorgung und zu erheblichen Schäden an Kabelsträngen im Gebäude geführt hat. Der Sachschaden wird auf 70.000 Euro geschätzt. Die vierköpfige Familie wurde nicht verletzt - vorsorglich war ein RTW von der Leitstelle nach Ehringen beordert worden.

Mehr Glück als Verstand hatte ein 23-jähriger Jäger, der sein Glück bei der Bockjagd versuchen wollte. Der Diemelseer bezog gegen 18 Uhr eine geschlossene Kanzel im Hochwald, weil bekanntlich nach einem Gewitter das Rehwild gerne durch die Wälder und Wiesen zieht. Ein Blitz schlug gegen 19.10 Uhr nur zwei Meter neben der Kanzel in eine Fichte ein und hatte den Stamm gespalten. Daraufhin verließ der 23-Jährige die Örtlichkeit.

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Zuletzt geändert am Donnerstag, den 20. Juli 2017 um 09:42 Uhr