Großbrand: Mehrere Häuser in Flammen / VIDEO

Mittwoch, den 21. Juli 2010 um 17:14 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Nichts mehr zu retten: Das Fachwerkhaus stand schon kurz nach Brandausbruch komplett in Flammen. Nichts mehr zu retten: Das Fachwerkhaus stand schon kurz nach Brandausbruch komplett in Flammen. Fotos: pfa

RHENA. Ein Fachwerkhaus in der Ortsdurchfahrt ist am Mittwochnachmittag komplett abgebrannt. Das Feuer griff auch auf benachbarte Gebäude über.

Verletzt wurde weder durch das Feuer selbst noch bei den Löscharbeiten jemand. In dem alten Fachwerkhaus in der Upländer Straße 20 in Rhena sind laut Polizei neun Menschen gemeldet - eine Frau sei erst heute dort eingezogen. Vermutlich in ihrer Wohnung war der Brand am Nachmittag gegen 15.45 Uhr ausgebrochen. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs sei die Frau nicht zu Hause gewesen, hieß es. Alle Personen, die sich am Nachmittag in dem Gebäude aufhielten, konnten das brennende Haus rechtzeitig verlassen. Die Brandursache war zunächst unbekannt, der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf 150.000 bis 200.000 Euro.

Rasend schnell griff das Feuer um sich. Kurz nach Eintreffen der ersten Feuerwehrleute aus Rhena und Korbach stand der Dachstuhl vollständig in Flammen. Die Feuerwehrleute griffen den Brand von allen Seiten und auch vom Korb der Drehleiter aus an, konnten aber nicht verhindern, dass ein in der Schweinsbühler Straße gelegener Anbau sowie der Dachstuhl des angrenzenden Hauses (Upländer Straße 22) vollständig abbrannten. Die Brandwand zwischen den beiden Giebeln habe ein Loch gehabt, erklärte Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt, der den Einsatz leitete. Die nächste Brandwand zum angrenzenden Gebäude des Musikvereins habe ihren Zweck erfüllt - der Dachstuhl blieb vom Feuer verschont.

Die Feuerwehren hätten von Anfang an den Schutz umliegender Gebäude im Blick gehabt. Das Fachwerkhaus selbst sei nicht zu retten gewesen, sagte Schmidt. Auch Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick verfolgte die Löscharbeiten, an denen rund 75 Einsatzkräfte beteiligt waren. Die Leitstelle hatte neben der Feuerwehr auch eine Rettungswagenbesatzung alarmiert. Die Polizei sperrte die Ortsdurchfahrt komplett und leitete den Verkehr weiträumig um.

Etwa eine Stunde nach Brandausbruch hatten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten würden vermutlich bis in den Abend andauern, sagte der Stadtbrandinspektor. Er lobte die Einsatzkräfte für ihr schnelles und professionelles Vorgehen.

Die Kriminalpolizei nahm noch am Nachmittag die Ermittlungen zur Brandursache auf. Das Gebäude war zunächst einsturzgefährdet und konnte daher nicht betreten werden. Aussagen zur Brandursache seien vermutlich erst am Donnerstag möglich.

Zuletzt geändert am Montag, den 27. Februar 2012 um 02:12 Uhr

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